Kritik – Jazzclub Biberach e.V.

09.10.2026: NuMoksha

NuMoksha: Hochenergetischer NuJazz aus der Nachbarstadt im Jazzkeller
Das neuformierte Quartett um den Drummer Ralf „Ralle“ Fricker aus Bad Waldsee und den Leiter der dortigen Musikschule, Michael Dümmler an den Saxofonen, zielt treffsicher in eine „ökologische Nische“ des Nu-Jazz und stieß beim Konzert des Biberacher Jazzclubs im Jubiläumsjahr auf große Begeisterung. Im Unterschied zur oft nur oberflächlich unterhaltsamen Stil-Melange der sogenannten „World Music“ greift das spezifische Nu-Jazz-Konzept des NuMoksha-Quartetts ungleich tiefer und intensiver in die musikalische Substanz der vorgestellten Kompositionen und Arrangements ein.
….. Fotos folgen …..
Frisch und neuartig, trotz einem gehörigen Schuss Exotik aber nicht wirklich fremd, bot das breitgefächerte und ausgewogene Programm abseits ausgetretener Pfade einen höchst interessanten Stilmix im klaren Jazzidiom. „Ralle“ Frickers Vorlieben und Vorbilder wie der jüngst verstorbene, multikulturelle, südafrikanische Weltbürger, Pianist und Komponist Abdullah Ibrahim oder der italienisch-französische Multiinstrumentalist Aldo Romano prägen neben seinem langjährigen Auslandsaufenthalt in Indien seine originelle Ästhetik. „Ralle“ Fricker ist dabei nicht nur die rhythmische Seele und stilistischer Impulsgeber von NuMoksha. Durch sein tiefes Eintauchen in die indische Kultur geht seine Musik weit über bloße Stiladaption oder wenig wertschätzende kulturelle Aneignung hinaus. Die Musik von NuMoksha vermittelt eine stimmige, authentische Neuinterpretation sorgfältig gewählter Vorlagen, wirkt zutiefst integer und wertschätzend.
Der soundverliebte Gitarrist Hugo Nägele an seinen drei Gitarren, unzähligen Effektgeräten samt Mesa-Boogie–Stereo-Sound mit einem Faible für den brasilianischen Gitarristen und Bossa Nova Pionier Baden Powell, der auch durch eine Komposition von Dominic Miller (Gitarrist von Sting) mit dem Titel „Baden“ im Programm vertreten war, sowie der brasilianische E-Bass-Spieler André Lima brachten ein weiteres stilprägendes Ingrediens in das Bandkonzept ein.
Abgerundet wurde dieses durch den eloquenten und vielseitigen Michael Dümmler an Sopran- und Baritonsaxofon, der sich den norwegischen Saxofonisten Jan Garbarek und insbesondere dessen Zusammenarbeit mit dem britischen Hilliard Ensemble in dem legendären Album „Officium“ zum Vorbild genommen hat. Trotz der trockenen Akustik im Jazzkeller verstand er es, mit etwas elektronischer Hall-Unterstützung, die Weite des Kirchenraumes und der nordischen Landschaften in seinem Spiel einzufangen.
Rasante Unisonolinien in nahezu perfekter Synchronität prägten die Stücke neben häufig konstituierenden Ostinatofiguren besonders von André Limas sonorem Bass, die oft als Rückgrat der Kompositionen dienten und über und zwischen denen ausgedehnte Soloimprovisationen von Gitarre, Saxofon und Schlagzeug sich frei entfalten konnten. Auffällig vor allem in Frickers Eigenkompositionen waren klare, Pattern-basierte Strukturen, die gerade in ihrer Schlichtheit ungekünstelt und unmittelbar überzeugen konnten.
Titel wie „Berbere“ (Steve Dyer), „Samba de Amor“ (Arturo Sandoval), „History“ von Tore Brunborg, „Sunset in Goa“ oder „Baden“ (Dominic Miller/Baden Powell), „Maracuja“ (Jan Garbarek), „Afro Blue“ (John Coltrane), „Tuana Guru“ (Fricker), zumeist mit ungewöhnlich hohem energetischem Level und höchst kreativ umgesetzt, stehen für das richtungsweisende, farbenfrohe, weltoffene Konzept von NuMoksha. Mit „Scented Sands“ (Vivid Afrika), „Soweto Sorrow“ (Aldo Romano), „Kalahari Lives“ (Johnny Dyani) oder der etwas ruhigeren Zugabe „For Lion“ kamen südafrikanisches Flair und ungebremste Lebensfreude zum Ausdruck. Auch ein kubanischer Son Montuno mit typischem 3-2 bzw. 2-3 Clave-Rhythmus oder ein ungewöhnlicher, eher experimenteller gleichwohl faszinierender 5/4 Bossa durften nicht fehlen. Der bleibende Eindruck von NuMoksha erinnert an einen raffiniert und meisterlich kreierten Cuveé-Wein aus erlesenen Zutaten, harmonisch und rund mit langem, nachhaltigem Abgang.
Text und Fotos: Dr. Helmut Schönecker

25.09.2026: Torsten Zwingenberger 4tet

Gute-Laune-Jazz aus der Hauptstadt zum Auftakt der Herbstsaison

Torsten Zwingenberger lässt es wieder krachen

BIBERACH – Seine schwere Krankheit, derentwegen das vom Jazzclub bereits für letztes Jahr geplante Konzert verschoben werden musste, hat der renommierte Berliner Ausnahme-Drummer nun glücklich überstanden. Mit neuer Lebensfreude, top motiviert und bestens gelaunt bestritt er mit seinem neuen Quartett und der neuen CD „Best Boost“ im Gepäck das Auftaktkonzert der neuen Konzertsaison des Jazzclubs im Jazzkeller. In Zwingenbergers neuer Formation finden sich die angesagtesten Berliner Musiker des Genres. Carmelo Leotta (Bass), Kenneth Berkel (Piano) und Patrick Braun (Saxophon) komplettieren das energiegeladene 4tet, welches eine frische europäische Variante amerikanischer Jazztradition vertritt.

Besonders die Kompositionen und Arrangements von Berkel und Leotta vermitteln einen zeitgemäßen Zugang zum modernen Swing. Neu gedacht, gegen den Strich gebürstet und mit durchweg herausragenden Solo-Improvisationen aller Musiker durchsetzt, wird hier Tradition zu neuem Leben erweckt und erreicht so eine breite Akzeptanz, Popularität ohne nostalgischen Beigeschmack. Berkels höchst gefühlvolle, lyrische Ballade „Listening“ gehört auf „Spotify“ nicht umsonst zu den Top-Scorern, Leottas verträumter Song „Walk in Closet“ gibt inspirierende Einblicke in einen gut gefüllten, begehbaren Kleiderschrank mit vielen modischen Accessoires. Patrick Braun, einer der gefragtesten Band- und Studiomusiker Berlins an Saxophon und Klarinette erinnert mit seinem höchst expressiven Spiel an große Vorbilder wie Ben Webster, Grover Washington Jr. oder Duke Ellingtons langjährigen Saxophonisten Johnny Hodges. Sanft und einfühlsam, wo erforderlich aber auch virtuos, rau und direkt beseelen und durchglänzen seine Melodien und erfrischenden Improvisationen die allesamt authentisch wirkenden Songs.

Die geschickte Dramaturgie der Stücke fesselte das begeisterte Publikum bis zum kulminierenden Boogie-Woogie-Finale. Die Zugabe „September in the Rain“, einem vielfach, unter anderem von den Beatles, Rod Stewart und Dinah Washington gecoverten Standard von Harry Warren aus den 1930er Jahren, erweckte angesichts des längst überfälligen Regens in der Region ungewohnte Sehnsüchte, anhaltenden Beifall und inspiriertes Merchandising mitgebrachter CDs.

Fotos von Dr. Helmut Schönecker:

Fotos von Wolfgang Volz:

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre Jazzclub Biberach“ folgen in den nächsten Wochen weitere Programm-Highlights: Im Oktober die Newcomer „NuMoksha“ aus der Region, internationale Größen zum 100jährigen Geburtstag von Miles Davis und John Coltrane sowie sinfonischer Jazz mit „Arco Sinfonica“ in der Stadthalle. Im November folgt Rebekka Bakken – die Sirene aus dem Norden – in der Stadthalle und zu den eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten des Jazzclubs geben sich der Weltmeister auf dem Instrument des Jahres, Salvo La Ferrera (Akkordeon), sowie der legendäre Bassist Hellmut Hattler mit „Siyou’n’Hell“ in der Schützenkellerhalle die Ehre. Filmkomponist Uwe Schenk (Soko Stuttgart) und der Ex-Biberacher Saxophonist Jochen Feucht stellen im Dezember ihr neues Projekt vor und die legendäre Kultband der urigen „Rootbears“ beschließt traditionell das Biberacher Jazzjahr.

Text & Beitragsbild: Dr. Helmut Schönecker

26.06.2026: Jazzclub Biberach e.V. wählt neue Mitglieder in den Vorstand

Verspätete Mitgliederversammlung zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 und für das Landesjazzfestival Baden-Württemberg 2026

Die mit immensem Aufwand verbundene Ausrichtung des baden-württembergischen Landesjazzfestivals im Jubiläumsjahr des 1976 gegründeten Jazzclubs ließ wenig Raum für eine turnusmäßige Durchführung der Mitgliederversammlung. Diese fand jetzt im Nachgang statt und es standen Neuwahlen an. Markus Schuck gab sein Amt als Beisitzer ab und Angela Hucker wollte von ihrem Schriftführerposten entbunden werden. Durch intensive Vorgespräche standen glücklicherweise geeignete Kandidaten für die Ablösung bereit. Ruth Weissenrieder wurde einstimmig als Schriftführerin gewählt und ebenso Frank Schölhorn zum neuen Beisitzer.

In bewährter Weise übernahm Ilse Haller die Wahlleitung und konnte, nach kurzer Diskussion über künftig zeitlich versetzte Wahlperioden, die erfolgreiche Fortführung aller weiteren Vorstandsämter vermelden. Jeweils ohne Gegenstimmen wurden die beiden Vorsitzenden, Peter Kiene und Dr. Helmut Schönecker, sowie die Kassenführerin Nina Maier-Schuck in ihren Ämtern bestätigt. Auch Pressereferent Günter Friedhelm und Beisitzer Michel Hucker führen ihre Aufgaben weiter. Für künftige Wahlen wird eine Verjüngung des Vorstandes angestrebt. An den neuen Vorstand erging der Prüfauftrag über einen geeigneten Modus zur Einführung zeitlich versetzter Wahlperioden.

Die Rechenschaftsberichte der Vorstandsmitglieder über das Jahr 2025 fielen ausnahmslos positiv aus, die Entlastung war reine Formsache. Die Besucherzahlen der regulären Konzerte haben sich auf hohem Niveau eingependelt, die Finanzen sind stabil, die Programmgestaltung gilt als vorbildlich, anspruchsvoll und ausgewogen. Nicht zuletzt durch das gewachsene Vertrauen der Besucher in das niveauvolle Konzertangebot konnte auch das Landesjazzfestival 2026 mit 22 Einzelveranstaltungen an 17 Tagen zu einem großen Erfolg werden. Weitgehend ausgelastete Konzerte, ein hohes Spendenaufkommen durch viele Sponsoren, ein 45köpfiges Helferteam und eine gut strukturierte Organisation in enger Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen boten für eine Kleinstadt in der Peripherie durchaus Außergewöhnliches. Als verbesserungswürdig wurde lediglich die Resonanz in den lokalen und sozialen Medien erachtet. Immerhin der seit 1990 ausgerichtete internationale Biberacher Jazzpreis fand in der deutschlandweit erscheinenden Jazzzeitung sowie in der Kulturredaktion der Schwäbischen Zeitung lobende Erwähnung.

Text: Dr. Helmut Schönecker
Foto: Steffen Dietze

10.04.2026 – 26.04.2026: Landesjazzfestival Baden-Württemberg

Landesjazzfestival Baden-Württemberg 2026 in Biberach

Ein Blick zurück voller Dank an die „Jazzstadt Biberach“

BIBERACH – Die Spannung in den letzten Tagen und Wochen vor Beginn des Landesjazzfestivals 2026 bei den Verantwortlichen im ausrichtenden Biberacher Jazzclub war riesig. Die konzeptionellen und organisatorischen Vorbereitungen begannen zwar bereits gute zwei Jahre vor dem Festivaltermin und gingen Hand in Hand mit den Vorbereitungen zum 50jährigen Club-Jubiläum. Doch je näher der Termin rückte, desto vielfältiger und drängender wurden die Fragen und Aufgaben. Kommen genügend Sponsoren zusammen? Geht das Konzept auf? Greifen die vielen Rädchen bei der Organisation und im Helferteam ineinander? Kommen innerhalb des kurzen Zeitraumes vom 10.-26. April genügend Besucher zu allen 22 Veranstaltungen? Wie wird die öffentliche Resonanz ausfallen? Diese und viele andere Fragen trieben das Organisationsteam mit den Vorsitzenden Peter Kiene und Helmut Schönecker und ihren rund 45 Helferinnen und Helfern um.

Doch bereits nach dem ersten Veranstaltungswochenende löste sich das ängstliche Harren und Bangen in Wohlgefallen auf. Beinahe oder sogar ganz ausverkauft gingen die Clubkonzerte mit dem Samuel Restle Oktett, dem Olivia Trummer Trio und die offizielle Eröffnung mit der Jazzrausch Bigband in der Stadthalle mit großer Begeisterung bei allen Beteiligten über die Bühne. Die Vernissage der Fotoausstellung von Wolfgang Volz zum Thema „Jazz in Biberach“ sowie die Lesung mit Ralf Dombrowkski und Alex Haas lockten überraschend viele Besucher ins Rathausfoyer und in die Stadtbücherei, bei NuMoksha im Vinotheum wurden die Plätze knapp und die Konzertreihe in der altehrwürdigen Schützenkellerhalle geriet zu einem Erfolgsmodell. Quadro Nuevo, bereits Wochen vorher ausverkauft, Jazz & Poetry Slam vor vollem Haus, der Schweizer Andreas Schaerer mit Band stieß auf helle Begeisterung, Monotape mit ihrer charismatischen Frontfrau Sarah Hoyer euphorisierten ihr Publikum im ausverkauften Saal mit Independent Soul.

Bei Joo’s Music Lesson in der VHS erreichte die Teilnehmerzahl gar doppelte Klassenstärke, während die, den Vortrag von Prof. Dr. Manfred Spitzer über Improvisation umrahmenden Schulbands von PG und WG, ebenfalls vor übervollem Haus in der Aula der Gymnasien musizierten. Jazz und Lyrik mit Lackerschmid, Schlesinger und von Studnitz ließen die Stadtbuchhandlung fast aus allen Nähten platzen und das Projekt „Jazz für Kinder“ lockte die Kleinsten. Workshops mit Prof. Dr. Thorsten Wollmann und Andrea Lehmler, zwei Mitmachkonzerte mit Herrn Hering und „Improvidings“, ein Tandemkonzert mit Lehmler/Debus im Jazzkeller sowie ein Mitmachkonzert im Rahmen des Musikschultages erreichten hunderte von Kindern.

Zu den größten Highlights gehörten das nahezu ausverkaufte Konzert der SWR Big Band mit Ida Sand unter dem Biberacher Komponisten Thorsten Wollmann und das ausverkaufte Finale des Biberacher Jazzpreises mit einem Kurzkonzert des ehemaligen Preisträgers Jakob Manz in der Stadthalle.

Das große Finale in der Stadtpfarrkirche St. Martin mit dem durch den weltweit vergebenen CARA-Award ganz aktuell als bester A-Cappella-Chor geadelten Jazzchor Freiburg unter Leitung seines Gründers Bertrand Gröger auf dessen Abschiedstour setzte einen grandiosen Schlusspunkt hinter das Landesjazzfestival 2026, welches eindeutig unter einem guten Stern stand. Zum auf den Tag genau 36. Geburtstag des Chores gab dieser Weltklasse-Chor sich selbst und dem beinahe auf den Tag genau 50 Jahre alten Jazzclub ein Geburtstagsständchen, welches durch das frisch prämierte Programm „Sacred“ gar noch die allerhöchsten Weihen erhielt.

Der Dank für dieses großartige Festival des Jazz in all seinen Varianten mit insgesamt fast 5000 Besuchern geht an alle Beteiligten, besonders an die zahlreichen Sponsoren, an das Land, an die Stadt und viele ihrer Einrichtungen, an die Bruno-Frey-Stiftung sowie an viele weitere Firmen und Einzelpersonen aus der Biberacher Geschäftswelt. Überraschend und erfreulich auch, dass die privaten Zuwendungen die öffentliche Förderung deutlich übertrafen. Ein ganz besonderer Dank geht aber an die zahlreichen Helfer, an das schwerbeschäftigte Organisations-Team und vor allem an das unermüdliche Publikum, welches durch seinen regen Besuch zum Ausdruck brachte, dass es durchaus zu schätzen wusste, was es hier in gut zwei Wochen alles geboten bekam. Von breitgestreut und eingängig bis hochkarätig und avantgardistisch sorgte ein bunter Mix aus Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Ausstellungen, Workshops, Wettbewerben und neuen Formaten für Begeisterung bei Alt und Jung.

Text: Dr. Helmut Schönecker
Foto: Peter Kiene

25.04.2026: Biberacher Jazzpreis 2026 (Konzert: The Jakob Manz Project)

Nachbericht aus dem Kulturteil der Schwäbischen Zeitung / 27. April 2026 / Text: Helmut Schönecker

Weiterer Nachbericht von Redaktion JazzZeitung / 12. Mai 2026 / Text: Oliver Hochkeppel
https://www.jazzzeitung.de/cms/2026/05/erfolgreiche-nachwuchsfoerderung-jazz-jugend-forscht-zur-besonderen-ausgabe-des-biberacher-jazzpreises-2026/

Die Gewinner-Band (Fotos: Helmut Schönecker):

Siegerehrung (Fotos: Helmut Schönecker):

Beitragsbild: Wolfgang Volz

13.03.2026: Matti Klein Soul Trio

Das Matti Klein Soul Trio begeistert das Publikum im Biberacher Jazzkeller
Zu den eher seltenen Klangereignissen zählen „Jazz Organ Trios“, umso erfreulicher, dass binnen eines Jahres deren zwei auf der Bühne des Jazzclubs performten. Wunderten wir uns 2025 noch über Manfred Junkers Uralt-Hammond/Leslie-Kombination, so galt es diesmal als Pendant dem betagten Wurlitzer E-Piano aus den 60ern und einem Fender Rhodes Bass Jahrgang 1972 Gehör zu schenken. Und „höre da“, der besondere Reiz der alt-bekannten Klänge stellte sich schlagartig ein. Matti Klein und sein Soul Trio fesselten von der ersten Sekunde an und brachten reichhaltig Groove in den Jazzkeller. Neben dem Organisten Matti Klein brillieren Lars Dieterich mit Tenorsaxophon und Bassklarinette sowie André Seidel am Schlagzeug. Vorangestellt wurden einige Stücke aus ihrem gefeierten Album „Bouncing‘ in Bubbleverse“, einer gekonnten Mischung aus Soul-Jazz, Hip-Hop, Funk und mitunter sphärischen Klangwelten. Klein zeigte sich selbst erstaunt über die tolle Akustik des Jazzkellers, den Reiz des „unplugged“-Spielens, sind die drei doch zumeist in wesentlich größeren Konzerträumen zu hören, und das weltweit seit 2017.

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