Jazzclub Biberach e.V.
Mit einem kleinen Team planen und organisieren wir ein attraktives Liveprogramm, das von Publikum und Medien sehr positiv aufgenommen wird. Aktuell ist bei uns die Position 
 
Öffentlichkeitsarbeit (m/w/d)
 
zu besetzen. Wer möchte uns unterstützen?
 
Aufgaben: Flyer-/Plakat-Erstellung, Lokalpresse, Facebook - der Aufwand bleibt überschaubar :-)
 
Das Konzertprogramm wird demokratisch im ganzen Team geplant, da darf sich jeder aus dem Vorstandsteam einbringen.
 
Bei Interesse bitte einfach melden bei vorstand@jazzbiber.de

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Hier finden Sie unsere bevorstehenden Veranstaltungen sowie eine Rückschau auf vergangene Konzerte.

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Der Biberacher Jazzpreis ist ein international ausgeschriebener Preis für den Jazznachwuchs.

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Tango Sí!

Am 25.09.2021 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
100 Jahre Piazzolla

Der großartige argentinische Komponist Astor Piazzolla wäre in diesem Jahr 100 Jahre geworden. Ihm zu Ehren begibt sich das Ensemble Tango Sí! auf die historischen Spuren des argentinischen Tango, der durch Piazzolla Weltruhm erlangte.

Tango Sí!
Mit dem Ensemble Tango Sí! wird der Zuhörer in die spannende Geschichte des argentinischen Tangos unweigerlich mitgerissen. In energiegeladenen Arrangements erklingen traditionelle Tangos, Walzer und Milongas selbstbewusst neben den tiefgründigen Werken des großartigen Komponisten Astor Piazzolla, der den Tango Nuevo zur Weltmusik machte.

Die fünf studierten Musikerinnen und Musiker des Ensembles Tango Sí! holten sich ihre Tangoerfahrungen durch Studienaufenthalte in Buenos Aires, wo sie dem Tango auf der Spur waren und von seiner Energie für immer infiziert wurden. Ihre individuellen Erfahrungen und Erlebnisse vereinigen sich nun im Ensemble Tango Sí! und entführen das Publikum in ein Klangereignis voller Kraft, Melancholie und Leidenschaft.

Karin Eckstein, Bandoneon
Christiane Holzenbecher, Violine
Sarah Umiger, Klavier
Israel Vázquez, Gitarre
Florian Bony, Kontrabass

Veranstaltung in Kooperation von Jazzclub Biberach e.V. und Tanzsportverein Risstino e.V.

Dieses Konzert wird gefördert im Impulsprogramm „Kunst trotz Abstand“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

25.06.2021: Florian Betz & Bodek Janke

Verspäteter Saisonauftakt mit Florian Betz und Bodek Janke

Wird jetzt alles besser?

Die dritte Halbjahres-Konzert-Saison unter Pandemiebedingungen wäre für den Biberacher Jazzclub beinahe erneut veranstaltungslos zu Ende gegangen, wenn nicht der Wettergott im letzten Moment doch ein Einsehen gehabt hätte. Nicht nur die epochalen Überflutungen in Biberach haben den ungewohnten Veranstaltungsort auf der Riß-Insel ausgespart, auch die abendlichen Temperaturen lagen entgegen der Ankündigungen der Wetterdienste im annehmbaren Bereich. So konnte zur Freude der kulturell ausgehungerten Besucher und der beiden international renommierten Musiker, Florian Betz & Bodek Janke, die auf Spendenbasis aufspielten, nach langer Pause endlich wieder ein Live-Konzert stattfinden.

Für den heimischen Jazz-Fan war Bodek Janke beileibe kein Unbekannter. Als mehrfacher Preisträger des internationalen Biberacher Jazzpreises und in wechselnden Formationen immer wieder gern gesehener Gast bei den Clubkonzerten gehört Janke mittlerweile auch international zu den ganz großen Jazzdrummern. Kulturamt und Jazzclub schulterten das Rest-Risiko gemeinsam und obwohl auf dem Freigelände noch einige hundert Gäste Platz gefunden hätten und auch das Spendenkässchen der Musiker nicht gerade prall gefüllt war, geriet das konzertante Live-Event zu einem Erfolg.

Die überwiegend der „Silver Generation“ angehörenden Besucher hatten es sich auf mitgebrachten Klappstühlen oder Picknickdecken gemütlich gemacht und genossen sichtlich entspannt die oft meditativ anmutende, stark von „Minimal Music“ und „Fluxus-Bewegung“ inspirierte Weltmusik. Die ausschließlich aus der Inspiration des Augenblicks heraus improvisierte Musik der beiden Perkussionisten lud dazu ein, sich dem graduellen Entwicklungsprozess einer bewusst reduzierten Differenziertheit hinzugeben, sich auf die Suggestion des ruhig fließenden Klangstroms einzulassen und in psychedelischer Entrücktheit die Transzendenz der Metaebene zu erreichen.

Das ohne elektrische Verstärkung auskommende Instrumentarium des Percussion-Duos wurde vor allem durch das neuartige, an Steeldrums erinnernde Pantam oder Handpan geprägt. Florian Betz gehört zu den Pionieren des Instrumentes. Die obertonreichen Klangflächen des aus gehärtetem und gehämmertem Stahlblech bestehenden Klangkörpers werden mit der Hand gespielt und lassen Assoziationen auch zur indonesischen Gamelan-Musik entstehen. Ergänzt durch Marimbaphon, Becken, Zimbeln, Chimes, Talking Drums und viele weitere Effekt- und Geräuschinstrumente entstand ein Klangkontinuum, das in ständiger Permutation rhythmischer oder melodischer Patterns den Zeitstrom anzuhalten schien.

Die durch eine inspirierende Live-Musik ermöglichte, befristete Auszeit aus der pandemiegeprägten Gegenwart, ließ für die Konzertbesucher einen Silberstreif am Horizont erscheinen und die Hoffnung wachsen, in näherer Zukunft wieder ein kulturell erfüllteres Leben genießen zu dürfen. Die Debüt-CD des Duos soll noch im Laufe des Jahres erscheinen.

Text & Fotos: Dr. H. Schönecker