Jazzclub Biberach e.V.

Fotos, Videos und Nachberichte zum Landesjazzfestival Baden-Württemberg 2026 Biberach :

www.landesjazzfestival-bc.de

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Der Biberacher Jazzpreis ist ein international ausgeschriebener Preis für den Jazznachwuchs.

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NuMoksha

Am 09.10.2026 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung

Die Band NuMoksha gab ihr Biberach-Debut im Rahmen des Landesjazzfestivals Baden-Württemberg im Vinotheum und konnte dabei überaus positiv überraschen und begeistern. Den Jazzclub-Verantwortlichen ist es daher ein Anliegen, der noch jungen Formation ein konzertantes Forum in der regulären Konzertreihe im Jazzkeller zu bieten. NuMoksha besteht aus vier Musikern und vielen Welten. Sie verbinden vielfältige Emotionen und musikalische Freiheit zu einem ganz individuellen Musikstil. Der aus dem Sanskrit abgeleitete Bandname steht für Befreiung und Erlösung (Moksha), der Zusatz Nu verweist auf den Nu Jazz, der besonders seit Miles Davis und Herbie Hancock Jazzelemente mit anderen Musikstilen verbindet. Funk, HipHop, Rap, elektronische, experimentelle und Weltmusik finden Eingang in den Jazz, der seine Wurzeln dabei aber nicht verleugnet. Bei NuMoksha verbindet sich der musikalische Stilmix zu einem erlesenen Spitzenprodukt aus den jeweils besten Eigenschaften der Zutaten, wie bei einem guten Cuvée-Wein, der darauf abzielt, ein ausgewogenes, komplexes und dennoch harmonisches Geschmacksprofil zu erreichen.

www.numoksha.com

Michael Dümmler (Sopran- und Baritonsaxofon)
Ralle Fricker (Schlagzeug)
André Lima (Bass)
Hugo Nägele (Gitarren)

Eintritt: 25 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler

Foto: Niklas Dümmler

25.09.2026: Torsten Zwingenberger 4tet

Gute-Laune-Jazz aus der Hauptstadt zum Auftakt der Herbstsaison

Torsten Zwingenberger lässt es wieder krachen

BIBERACH – Seine schwere Krankheit, derentwegen das vom Jazzclub bereits für letztes Jahr geplante Konzert verschoben werden musste, hat der renommierte Berliner Ausnahme-Drummer nun glücklich überstanden. Mit neuer Lebensfreude, top motiviert und bestens gelaunt bestritt er mit seinem neuen Quartett und der neuen CD „Best Boost“ im Gepäck das Auftaktkonzert der neuen Konzertsaison des Jazzclubs im Jazzkeller. In Zwingenbergers neuer Formation finden sich die angesagtesten Berliner Musiker des Genres. Carmelo Leotta (Bass), Kenneth Berkel (Piano) und Patrick Braun (Saxophon) komplettieren das energiegeladene 4tet, welches eine frische europäische Variante amerikanischer Jazztradition vertritt.

Besonders die Kompositionen und Arrangements von Berkel und Leotta vermitteln einen zeitgemäßen Zugang zum modernen Swing. Neu gedacht, gegen den Strich gebürstet und mit durchweg herausragenden Solo-Improvisationen aller Musiker durchsetzt, wird hier Tradition zu neuem Leben erweckt und erreicht so eine breite Akzeptanz, Popularität ohne nostalgischen Beigeschmack. Berkels höchst gefühlvolle, lyrische Ballade „Listening“ gehört auf „Spotify“ nicht umsonst zu den Top-Scorern, Leottas verträumter Song „Walk in Closet“ gibt inspirierende Einblicke in einen gut gefüllten, begehbaren Kleiderschrank mit vielen modischen Accessoires. Patrick Braun, einer der gefragtesten Band- und Studiomusiker Berlins an Saxophon und Klarinette erinnert mit seinem höchst expressiven Spiel an große Vorbilder wie Ben Webster, Grover Washington Jr. oder Duke Ellingtons langjährigen Saxophonisten Johnny Hodges. Sanft und einfühlsam, wo erforderlich aber auch virtuos, rau und direkt beseelen und durchglänzen seine Melodien und erfrischenden Improvisationen die allesamt authentisch wirkenden Songs.

Die geschickte Dramaturgie der Stücke fesselte das begeisterte Publikum bis zum kulminierenden Boogie-Woogie-Finale. Die Zugabe „September in the Rain“, einem vielfach, unter anderem von den Beatles, Rod Stewart und Dinah Washington gecoverten Standard von Harry Warren aus den 1930er Jahren, erweckte angesichts des längst überfälligen Regens in der Region ungewohnte Sehnsüchte, anhaltenden Beifall und inspiriertes Merchandising mitgebrachter CDs.

Fotos von Dr. Helmut Schönecker:

Fotos von Wolfgang Volz:

Im Jubiläumsjahr „50 Jahre Jazzclub Biberach“ folgen in den nächsten Wochen weitere Programm-Highlights: Im Oktober die Newcomer „NuMoksha“ aus der Region, internationale Größen zum 100jährigen Geburtstag von Miles Davis und John Coltrane sowie sinfonischer Jazz mit „Arco Sinfonica“ in der Stadthalle. Im November folgt Rebekka Bakken – die Sirene aus dem Norden – in der Stadthalle und zu den eigentlichen Jubiläumsfeierlichkeiten des Jazzclubs geben sich der Weltmeister auf dem Instrument des Jahres, Salvo La Ferrera (Akkordeon), sowie der legendäre Bassist Hellmut Hattler mit „Siyou’n’Hell“ in der Schützenkellerhalle die Ehre. Filmkomponist Uwe Schenk (Soko Stuttgart) und der Ex-Biberacher Saxophonist Jochen Feucht stellen im Dezember ihr neues Projekt vor und die legendäre Kultband der urigen „Rootbears“ beschließt traditionell das Biberacher Jazzjahr.

Text & Beitragsbild: Dr. Helmut Schönecker

Miles-Trane-Centennial

Am 17.10.2026 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung

Der Trompeter Miles Davis und der Saxophonist John Coltrane waren herausragende, stilbildende Solisten und Bandleader der Jazzgeschichte. Beide hätten dieses Jahr ihren 100. Geburtstag gefeiert. Zu ihren Ehren spielen zwei weltweit renommierte Meister ihres Faches, Alex Norris aus Columbia/US (Trompete) und der Kanadier Kirk MacDonald (Saxophon) ein „Miles Davis – John Coltrane Cenntennial“. Sie werden in Biberach von drei herausragenden Begleitern zu einem Allstar-Quintett vervollständigt: Martin Sasse aus Köln gehört zu den europaweit führenden Pianisten, er spielte u.a. mit Till Brönner und Dusko Goykovich. Bassist Aldo Zunino tourte mit Jimmy Cobb, Steve Grossman u.v.a. Der österreichische Schlagzeuger Bernd Reiter, u.a. Preisträger beim Hans Koller Preis und mittlerweile zeitweise in New York lebend, war schon mehrfach im Biberach Jazzkeller zu hören und hat ein außerordentlich geschicktes Händchen in der Zusammenstellung hochkarätiger Ensembles. Mit den fünf Musikern aus den USA, Kanada, Deutschland, Italien und Österreich garantiert er einen hochkarätigen Konzertabend unter dem Motto „Swinging Jazz at its Best“!

Alex Norris (US) – Trompete (https://www.allaboutjazz.com/musicians/alex-norris/  )
Kirk MacDonald (CA) – Saxofon (www.kirkmacdonald.com )
Martin Sasse (DE) – Klavier (www.martinsasse.de )
Aldo Zunino (IT) – Bass
Bernd Reiter (AT) – Schlagzeug (www.berndreiter.at )

Eintritt: 25 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler

26.06.2026: Jazzclub Biberach e.V. wählt neue Mitglieder in den Vorstand

Verspätete Mitgliederversammlung zieht positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2025 und für das Landesjazzfestival Baden-Württemberg 2026

Die mit immensem Aufwand verbundene Ausrichtung des baden-württembergischen Landesjazzfestivals im Jubiläumsjahr des 1976 gegründeten Jazzclubs ließ wenig Raum für eine turnusmäßige Durchführung der Mitgliederversammlung. Diese fand jetzt im Nachgang statt und es standen Neuwahlen an. Markus Schuck gab sein Amt als Beisitzer ab und Angela Hucker wollte von ihrem Schriftführerposten entbunden werden. Durch intensive Vorgespräche standen glücklicherweise geeignete Kandidaten für die Ablösung bereit. Ruth Weissenrieder wurde einstimmig als Schriftführerin gewählt und ebenso Frank Schölhorn zum neuen Beisitzer.

In bewährter Weise übernahm Ilse Haller die Wahlleitung und konnte, nach kurzer Diskussion über künftig zeitlich versetzte Wahlperioden, die erfolgreiche Fortführung aller weiteren Vorstandsämter vermelden. Jeweils ohne Gegenstimmen wurden die beiden Vorsitzenden, Peter Kiene und Dr. Helmut Schönecker, sowie die Kassenführerin Nina Maier-Schuck in ihren Ämtern bestätigt. Auch Pressereferent Günter Friedhelm und Beisitzer Michel Hucker führen ihre Aufgaben weiter. Für künftige Wahlen wird eine Verjüngung des Vorstandes angestrebt. An den neuen Vorstand erging der Prüfauftrag über einen geeigneten Modus zur Einführung zeitlich versetzter Wahlperioden.

Die Rechenschaftsberichte der Vorstandsmitglieder über das Jahr 2025 fielen ausnahmslos positiv aus, die Entlastung war reine Formsache. Die Besucherzahlen der regulären Konzerte haben sich auf hohem Niveau eingependelt, die Finanzen sind stabil, die Programmgestaltung gilt als vorbildlich, anspruchsvoll und ausgewogen. Nicht zuletzt durch das gewachsene Vertrauen der Besucher in das niveauvolle Konzertangebot konnte auch das Landesjazzfestival 2026 mit 22 Einzelveranstaltungen an 17 Tagen zu einem großen Erfolg werden. Weitgehend ausgelastete Konzerte, ein hohes Spendenaufkommen durch viele Sponsoren, ein 45köpfiges Helferteam und eine gut strukturierte Organisation in enger Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen boten für eine Kleinstadt in der Peripherie durchaus Außergewöhnliches. Als verbesserungswürdig wurde lediglich die Resonanz in den lokalen und sozialen Medien erachtet. Immerhin der seit 1990 ausgerichtete internationale Biberacher Jazzpreis fand in der deutschlandweit erscheinenden Jazzzeitung sowie in der Kulturredaktion der Schwäbischen Zeitung lobende Erwähnung.

Text: Dr. Helmut Schönecker
Foto: Steffen Dietze