Jazzclub Biberach e.V.
Der Jazzclub Biberach sucht für seinen Jazzchor zum nächstmöglichen Termin eine neue  Chorleitung (w/m/d)

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Hier finden Sie unsere bevorstehenden Veranstaltungen sowie eine Rückschau auf vergangene Konzerte.

Jazzpreis

Der Biberacher Jazzpreis ist ein international ausgeschriebener Preis für den Jazznachwuchs.

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Aktuelles

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M.E.A.N.

Am 11.10.2019 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Ihren Ursprung hat diese Band in Leipzig, wo sich vier außergewöhnlich wagemutige und instrumental hochgebildete Musiker trafen, um bei einem Festival der gemeinsamen Leidenschaft für musikalische Husarenritte zwischen gepflegtem Jazz und wildem Rock zu frönen. Das Debutalbum
(2013 auf ESC-Records) feierte ihre „Helden aus einer fernen Zeit“, zu denen so unterschiedliche Persönlichkeiten wie Frank Zappa und Elfriede Jelinek zählen.
In Zusammenarbeit mit dem Radio RBB Berlin/Brandenburg wurde die zweite CD „Clara Park“ produziert, die 2016 auf dem Label JazzHausMusik in Köln erschienen ist.

Anfangs wurde der Bandname aus den Initialen der Musiker gebildet, nach und nach stellte sich jedoch heraus, dass der Name Programm ist. Denn die Musik von M.E.A.N. ist im Durchschnittswert eine wüste, fiese, garstige, erbärmlich gemeine, filzige, unlautere Mischung aus Jazz, Punk, Rock, Ska und bayerischer Blasmusik, in der der Trompeter Martin Auer seine
Wurzeln hat. Doch am Ende passt alles prima zusammen und manchmal kann man sogar darauf tanzen.

Matze Eichhorn (b)
Gaga Ehlert (dr)
Martin Auer (trp)
Werner Neumann (git)

Eintritt 17 €/ermäßigt 13 €
Biberacher Schüler*innen können das Konzert kostenfrei genießen.

20.09.2019: GBBJ – Gee’s Back Beat Jazz

Fulminanter Auftakt der Jazzclub-Herbstsaison

GBBJ auf neuen Wegen

BIBERACH – Die konzertante Herbstsaison des Biberacher Jazzclubs begann im bestens besuchten Jazzkeller der Bruno-Frey-Musikschule mit gleich fünf musikalischen Schwergewichten der Extraklasse, verborgen hinter dem Kürzel GBBJ, „Gee’s Back Beat Jazz“. Gleich drei baden-württembergische Jazzpreisträger, neben der preisgekrönten Bandleaderin, der koreanischen Jazzpianistin Gee Hye Lee, spielten Alexander „Sandi“ Kuhn am Saxophon und Sebastian Schuster am Kontrabass. Dazu kamen Peter Lübke, Ex-Drummer von Udo Jürgens sowie  Frank Kuruc, renommierter Professor für Jazzgitarre an der Musikhochschule Mannheim. Sie beglückten, nicht nur mit der lautstark geforderten Zugabe „Happiness“, ein durchaus anspruchsvolles Publikum.

Zahlreiche Musiker aus der Region hatten sich unter das Publikum gemischt und erwiesen so den renommierten Kollegen ihre Referenz und nutzen in den Pausen und nach dem eindrucksvollen Konzert auch die Gelegenheit für fachliche Gespräche. Genau diese intime Club-Atmosphäre, mit den Musikern auf Tuchfühlung, die großartigen Künstler gewissermaßen zum Anfassen, macht das Erleben der Live-Musik zu etwas ganz Besonderem. Nebenbei konnte man aus Gee’s Anmoderation erfahren, dass dieses Konzert den Auftakt zu einer Konzerttournee nach Südkorea, gewissermaßen die Generalprobe dazu, bildete. Und es wurde auch gleich offenkundig, dass die Musiker bestens vorbereitet und hoch motiviert waren.

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Andrea Cerrato live – Mitten im italienischen Leben

Am 18.10.2019 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung
Der junge Cantautore Andrea Cerrato aus Asti begeistert mit seiner ausdrucksstarken und lebendigen Art. Seine eigenkomponierten italienischen Songs ziehen das Publikum in ein wunderbares Abenteuer. Begleitet von Albero Pozzo Tebani
am Keyboard und Italo Colombo an der Mundharmonika, wird er das Publikum bestens unterhalten.

Ein gemeinsames Projekt mit dem Jazzclub Biberach e. V.
Abendkasse – Eintritt 15 €.

24.05.2019: Sigi Schwab Tribute Band

Zu Ehren von Sigi Schwab: „Sigis Schwaben“ zeigen sich im Jazzkeller in bester Feierlaune

BIBERACH – Großartige Konzerte müssen beileibe nicht immer nur von international renommierten, hochdekorierten und weitgereisten Künstlern kommen. „Warum denn in die Ferne schweifen“, mag sich ein mancher Besucher im Jazzkeller gefragt haben, „wenn doch das Gute so nahe liegt?“ Vier Biberacher Musiker haben sich vor rund einem Jahr in einem „Sigi Schwab Tribute Projekt“ nach Jahren des Nebeneinanders zu einer neuen Formation zusammengefunden, die jetzt vor ausverkauftem Haus eine spektakuläre Premiere feierte. „Sigis Schwaben“, das sind die Brüder Jochen und Alex Vogel, der Warthausener Markus Merz und der peruanische Wahlschwabe Cesar Gamero.

Pfeifen, Zirpen, Zwitschern, Brüllen, Röhren, Knurren und viele weitere hand- oder mundgemachte Tier- und Naturlaute aus dem Amazonas-Dschungel eröffneten lautmalerisch das außergewöhnliche Konzert. In den Fußstapfen des Ludwigshafener Gitarristen und Komponisten Sigi Schwab – musikalische Jugendliebe besonders von Jochen Vogel – entführten die Musiker ein von Anfang an hell begeistertes Publikum in eine faszinierende Klangwelt zwischen sphärisch schwebenden Klängen und zupackenden Rhythmus-Grooves. „Das ist ja wie eine Zeitreise in die 1970er Jahre“ ließ ein schon etwas älterer Gast verlauten. „Erinnert mich an Wolfgang Dauner und Eberhard Weber, die ja auch schon öfter in Biberach waren“ entgegnete ein anderer.

Wie im Fluge verging die erste Viertelstunde – genau so lange dauerte das psychedelisch durchwirkte Eröffnungsstück „Amazonas“. Insgesamt nur fünf Kompositionen, neben einem eindrucksvollen und hochvirtuosen Solo von Jochen Vogel auf der 12saitigen Gitarre (Ladakh), füllten den ersten Programmteil. Komplexe lateinamerikanische Rhythmen – eine Domäne von Markus Merz und Cesar Gamero – dominierten, immer wieder durchbrochen durch melodische Teile, dichte Unisonopassagen zwischen Gitarre und elektronischem Glockenspiel etwa in „Belo Horizonte“, pittoresk lautmalerische Partien mit Chimes und anderen exotischen Klangfarben in „Machu Picchu“, mitunter kontrapunktiert durch marschartige Rhythmen auf der Snaredrum. Das berühmte „Rondo A Tre“, ebenfalls mit Jazzrock-, Fusion- und Weltmusikanklängen beschloss den ersten Teil.

Noch kurzweiliger verlief das zweite Set. Nach einer recht temperamentvollen „Jogging-Runde“ zum Auftakt und einer inspirierten, ternär swingenden bluesigen „Blue Serenade“ geriet besonders der Titel „Silversand“ vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1985 zu einem echten Highlight. „Wilde Improvisationen“ in die Jochen Vogel auch ungeniert Motive aus den unterschiedlichsten Genres – darunter auch profane Kinderliedchen wie „Hänschen klein“ oder „Alle meine Entchen“ – einfließen ließ, öffneten die Tür zum lebendigen Live-Jazz sperrangelweit. Zum großen Bedauern der über 100 Gäste ging aber auch der zweite Teil viel zu schnell seinem Ende entgegen. Zwei Zugaben, die „Flatfoot Fantasy“ und eine euphorisierte Version von „Belo Horizonte“ beschlossen einen genussvollen Konzertabend und klingen noch weit in die konzertante Sommerpause des Jazzclubs hinein.

Text und Fotos: Helmut Schönecker