Jazzclub Biberach e.V.

Konzerte

Hier finden Sie unsere bevorstehenden Veranstaltungen sowie eine Rückschau auf vergangene Konzerte.

Jazzpreis

Der Biberacher Jazzpreis ist ein international ausgeschriebener Preis für den Jazznachwuchs.

Archiv

Im Archiv finden Sie Ankündigungen und Kritiken von fast allen Konzerten seit der Jahrtausendwende.

Aktuelles

Aktuelle Konzertinfos und Kritiken!
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Andreas Herrmann Quartett

Am 01.02.2019 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
In seinem neuen Projekt „The Child In Me“ ergründet Andreas Herrmann (p) seine kindliche Seite und zeigt erneut seine Qualität als Komponist.
Bisher vor allem mit seinem Trio in Erscheinung getreten, das 2010 für den Neuen Deutschen Jazzpreis nominiert wurde, wartet der Pianist mit Norbert Scholly (git), Arne Huber (b) und Fabian Rösch (dr), nun mit einem erstklassig besetzten Quartett auf.

Die metrisch teils verschachtelten und harmonisch äußerst komplexen Kompositionen spiegeln Kindheitserinnerungen wider und drücken Bilder und Stimmungen aus, die den Zuhörer auf eine sinnliche Reise mitnehmen. Sei es das kindliche Spiel, der Regen oder die Böen des Windes, stets zeigt Herrmann, dass sich logische kompositorische Stringenz und sinnliche Leichtigkeit nicht ausschließen.

Ganz in der Tradition des Jazz verwurzelt, jedoch mit modernen Grooves und nahezu kindlicher Spielfreude, zeichnet das exzellent aufeinander eingespielte Quartett die komponierten Bilder auf individuelle Art und Weise nach und lässt diese in wechselndem Licht und immer wieder neuen Farben entstehen.

Eintritt 17 €/ermäßigt 13 €
Biberacher Schülerinnen und Schüler können das Konzert kostenfrei genießen!

13.01.2019: Dixie’s Treibhausventil

„Dixie’s Treibhausventil“ lassen ordentlich Dampf ab

Erfolgreiche Liaison: Dixieland, Weißwurst und Weißbier

BIBERACH – Beinahe hätten die Weißwürste von alleine zu kochen angefangen, so heiß ging es her beim jüngsten Jazzfrühschoppen des Biberacher Jazzclubs. Trotz ziemlich winterlicher Verhältnisse und mehreren Konkurrenzveranstaltungen war der Jazzkeller, nach einem hochkarätigen Saisonauftakt mit Tamara Lukasheva und Vadim Neselovskyi zwei Tage zuvor, auch bei der Traditionsveranstaltung am Sonntagmorgen überraschend gut besucht. Schließlich waren nach 14 Jahren einmal wieder die Jazzmänner der international renommierten Band „Dixie’s Treibhausventil“ zu einem Konzert nach Biberach gekommen und viele alte Fans brannten darauf, die eloquenten Glücksbringer wieder einmal live zu erleben.

Beherzt und ungekünstelt gingen die fünf Routiniers im Nadelstreifenanzug und in ihren zweifarbigen nostalgischen Lederschuhen zur Sache und brauchten den Szenenapplaus nach den einzelnen Improvisationen nicht erst lange einzufordern. Johannes Weindel, eines der Gründungsmitglieder der Band und frischgebackener Pensionär glänzte am Flügel mit perlenden Soloeinlagen und vollgriffiger Begleitung. Die Frontmänner an der Trompete (Michael Maisch), am Saxophon (Daniel Sernatinger) und an der Posaune (Peter Hohl in Vertretung für den erkrankten Stammposaunisten Burkhart Spellenberg) drehten mächtig auf und lieferten hervorragende Improvisationen in gediegener Virtuosität gleich in Serie, traten bei Bedarf aber auch zurück ins Glied um eine dezente Begleitung für die gerade solistisch agierenden Bandmitglieder abzuliefern oder gaben vokale Einlagen. Im Hintergrund agierte der Züricher Bassist Chris Hertel, präzise und verlässlich wie ein Schweizer Uhrwerk, und am Schlagzeug mischte der Freiburger Martin Herrmann mit viel positiver Energie, gelegentlich auch mit hochvirtuosen Soloeinlagen, die ganz Partie auf.

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David Helbock’s Random/Control

Am 08.02.2019 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
David Helbock´s Random/Control:

David Helbock – Piano, Inside Piano, Electronics, Percussion
Johannes Bär – Trumpet, Flügelhorn, Bassflügelhorn, Sousaphone, Tuba, Alphorn, Beatbox, Didgeridoo, Electronics, Percussion
Andreas Broger – Sopransax, Tenorsax, Clarinet, Bassclarinet, Flute, Recorder, Flügelhorn, Percussion

Mehr als zwei Dutzend Instrumente auf der Bühne, aber nur drei Musiker: David Helbock beschränkt sich weitgehend auf solche mit Tasten. Vogelwild die beiden unter anderem am Salzburger Mozarteum ausgebildeten Bläser. Johannes Bär ist fürs Blech zuständig, von Trompete über Bassflügelhorn bis zu hin zu Alphorn und Tuba. Andreas Broger spielt die Holzblasinstrumente: Saxofone, Klarinetten, Flöte.

Für die aktuelle CD, die beim renommierten Label ACT Music erschienen ist, hat sich David Helbock bei seinen Lieblingsjazzpianisten bedient und immer deren bekanntestes Stück arrangiert. So erklingen spannende, groovige neue Versionen von Watermelon Man (Herbie Hancock) oder Bolivia (Cedar Walton) aber auch ruhige, die Seele ansprechende Stücke wie My Song (Keith Jarrett) und viele andere.

Über die Jahre hat sich ein ganz eigenständiger Bandsound entwickelt und egal was David Helbock als Ausgangsmaterial wählt – ob wie in der Vergangenheit österreichische Volksmusik oder auch viele Eigenkompositionen (David Helbock hatte 2009 ein großes Kompositionsprojekt, wo er für ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück geschrieben hat) und jetzt eben diese „Pianoplayer´s Hits“ – Die Band klingt immer wie Random/Control – eine Achterbahnfahrt der Gefühle – Musik fürs Ohr und Spannendes fürs Auge.

Eintritt 17 €/ermäßigt 13 €
Biberacher Schülerinnen und Schüler können das Konzert kostenfrei genießen!

11.01.2019: Tamara Lukasheva & Vadim Neselovskyi

Musikalischer Jahresauftakt nach Maß

Von Odessa über Köln nach New York und zurück

BIBERACH – Feinsinnig und zupackend, transparent und komplex, folkloristisch und artifiziell, virtuos und schlicht – die vermeintlichen Gegensätze fanden im künstlerischen Schwerkraftzentrum des aus Odessa stammenden Duos Tamara Lukasheva (Gesang) und Vadim Neselovskyi (Klavier) beim Auftaktkonzert der neuen Saison des Jazzclubs in überzeugender Weise zusammen. Die beiden Künstler, die heute in Köln und New York leben, spürten gemeinsam den Wegen in ihre alte Heimat am Schwarzen Meer nach, ohne aber deswegen die Verbindung zu ihrer neuen Heimat zu verlieren.

Die vielfach ausgezeichnete ukrainische Sängerin und Komponistin Tamara Lukasheva mit musikalischen Wurzeln im Opernfach fand bereits vor ihrer Übersiedlung nach Deutschland im Jahr 2010 zum Jazz. Aufnahmen mit dem Bundesjazzorchester und der WDR-Bigband, die Gründung ihres eigenen Quartetts, mit dem sie 2017 den neuen deutschen Jazzpreis gewann, sowie weitere innovative Projekte (Gender Balance Band, East Drive) und internationale Preise sind wichtige Stationen ihrer steilen und noch jungen Karriere. Einer ihrer „Entdecker“ war der 10 Jahre ältere Berklee-Professor Vadim Neselovskyi, der sie bei einem Workshop in Odessa auf die richtige Spur brachte. Vor einem Jahr haben die beiden endlich auch als Duo zusammen gefunden und jetzt im Jazzclub Biberach ihre musikalische Visitenkarte abgegeben.

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