Archiv – Seite 56 – Jazzclub Biberach e.V.

27.01.2017: Fauzia Maria Beg & The Lorenzo Petrocca Organ Trio

Wahlschwäbisches „Dreamteam“ bringt Jazzkeller zum Brodeln

Fauzia Maria Beg mit dem Lorenzo Petrocca Organ Trio

BIBERACH – Mit Songs ihrer neuen CD „Fancy Miss Nancy“, die im vergangenen Jahr als Hommage an die amerikanische Jazz-Sängerin Nancy Wilson in Zusammenarbeit mit dem Lorenzo Petrocca Trio entstand, beeindruckte und begeisterte die aus Mumbai stammende Sängerin Fauzia Maria Beg ein fachkundiges Publikum im Freitagskonzert des Jazzclubs. Die Songs der mittlerweile 80 jährigen mehrfachen Grammy-Preisträgerin wurden jedoch nicht einfach nur gecovert oder als Baumaterial für gleichnamige neue Stücke ausgeschlachtet. Mit ihrer charakteristischen und enorm wandlungsfähigen, großen Stimme gewährte die wegen einer Erkältung mit Ingwerwasser „gedopte“ Fauzia Maria Beg den Stücken eine respektvolle und würdige Reinkarnation im Geiste unserer Zeit.

Bereits mit dem international profilierten „Lorenzo Petrocca Organ Trio“ aus Stuttgart fand die in Tübingen lebende Sängerin kongeniale Partner für ihr CD-Projekt. Für den Biberacher Auftritt ersetzte die an der Musikhochschule München unterrichtende Hammondorgel-Koryphäe Andreas Kissenbeck den Stammorganisten Thomas Bauser, Arnim Fischer war der ruhende Pol am munter groovenden Schlagzeug. Mit diesem „Dreamteam“ und dem druckvollen Vintage-Sound aus R&B und Soul brachte die Formation den Jazzkeller schnell zum Brodeln. Angefeuert durch den legendären, sengend heißen B3 Hammond-Sound in Kombination mit den rotierenden Lautsprechern eines originalen Leslie-Tonkabinetts aus den 1960er Jahren wähnte sich der Fan dieser Musik gleich wie in einer Magmakammer.

Die organische Verbindung dieses Retro-Sounds mit dem Jazz darf als Meisterleistung und beinahe schon als Alleinstellungsmerkmal für diese Formation gelten. Faszinierende Gitarrenimprovisationen von Lorenzo Petrocca – dessen druckvoller Gibson-Fender-Sound vielleicht in der transparenten Jazzkeller-Akustik etwas zu mittig geraten war – vor allem aber die in ihrer Spontaneität und Genialität selten übertroffenen Hammond-Licks und –Soloimprovisationen von Andi Kissenbeck ließen den berühmten Gänsehauteffekt gar nicht mehr abklingen. Was das Ingwerwasser für die Stimme, war diese Band für die Sinne: stimulierend, aufbauend, gesundheitsfördernd.

Symbolisch für ihre eigene Rolle in der Traumformation erwies sich der Song „Peel me a grape“ – „Schäl‘ mir eine Weintraube“. Von ihren Mitmusikern verwöhnt und buchstäblich „auf Händen getragen“ zelebrierte die indische Diva ihre Show mit enormer aber gleichwohl sympathisch dezenter Bühnenpräsenz. Am eindrucksvollsten gelangen die Balladen, die nicht nur tiefempfundenen Ausdruck in echter Emotionalität sondern auch ausgiebigen Freiraum für interaktive Ausgestaltung in spontaner Improvisationslust ermöglichten. Auch hier ragte der Gaststar Kissenbeck immer wieder durch überraschende, ungewöhnliche oder auch witzige Nuancierungen und Registrierungen heraus. Der genussvolle Abend, einmal nicht in der stilistisch vordersten, experimentierfreudigen Avantgarde angesiedelt, hätte getrost noch länger dauern können.

 

gez. H. Schönecker

Matinee „LocalVocalJazz“

Am 29.01.2017 um 11:00

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Matinee „LocalVocalJazz“

LocalVocalJazz ist das Motto des „Gipfeltreffens“ von jazzaffinen Solo- und Chorsängerinnen und –sängern aus der Region im Rahmen einer Matinee des Biberacher Jazzclubs (Beginn: 11:00h) in der Aula der Gymnasien. Sieben verschiedene Formationen haben ihre musikalische Teilnahme an der Veranstaltung zugesagt. Neben dem Jazzchor Biberach (mit Solisten) werden Isolde Werner mit ihrer Band „Mexican Blue“, Tamara Angele mit der WG Jazzband, Jasmin Mohn mit „Miles & More“, „Marina & Friends“, Lea Knudsen & „AlJoVo“ sowie der junge Singer/Songwriter Michel Stirner mit von der Partie sein, so dass ein bunter Stilmix und ein kurzweiliges Programm zu erwarten sind.

Mit dieser Matinee setzt der Jazzclub eine Tradition fort, die seit einigen Jahren immer zum Jahresbeginn eine Plattform für heimische Künstler bietet, sich einer interessierten Öffentlichkeit vorzustellen. Pianisten, Gitarristen, Schlagzeuger haben diese Tradition begründet, Sängerinnen und Sänger setzen sie nun fort. In den Folgejahren werden auch die jazzaffinen Bläser ein Forum finden.

Universitäre Unterstützung durch das Musiklabor der EMU (Ulm)
Im Rahmen der Veranstaltung wird die aus der Region stammende Isolde Werner mit der Unterstützung des Musiklabors der EMU (Experimentelle Musik der Universität Ulm) auch eine „Interaktive Klanginstallation“ als Teil eines in Wien entwickelten größeren Projektes der Künstlerin zu dem Thema „Klangraum-Raumklang“ vorstellen. Mit etwas Glück – da im Workshop ergebnisoffen gearbeitet wird – kommt auch ein von Kantor Ralf Klotz eigens eingerichteter Kanon von Justin Heinrich Knecht (aus „Rund um mich her…“) zur Aufführung.

In der Pause werden im Foyer Getränke und Snacks angeboten.

In einer Verlautbarung des Kulturamtes der Stadt Biberach heißt es: „Im Rahmen des Kulturleitthemas „Maker Spaces – kreativ Räume gestalten“ sind alle künstlerisch Ambitionierten in Biberach eingeladen, sich mit ihrem Können in den verschiedenen Kunstformen einzubringen. Dafür stehen die Räume der städtischen Kultureinrichtungen zur Verfügung. Ein weiterer Schwerpunkt 2017 wird der 200. Todestag von Justin Heinrich Knecht sein.“ Mit der geplanten interaktiven Klanginstallation aber auch mit dem Knecht-Kanon zielt diese Jazzclub-Veranstaltung ins Zentrum des Kulturleitthemas der Stadt. Falls die für die Weihnachtsferien geplante Neuinstallation der Beschallungsanlage in der Aula rechtzeitig in Betrieb geht, dürfte diese Veranstaltung zu einem ganz besonderen Event werden.

Eintritt 15/12 EUR
Für diese Veranstaltung sind keine Kartenreservierungen möglich, für die WG-Aula stehen ausreichend Plätze zur Verfügung.

Workshop „Der freie Umgang mit Stimme & Rhythmus“

Am 28.01.2017 um 09:00

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Workshop „Der freie Umgang mit Stimme & Rhythmus“

Mit dem Workshop „Der freie Umgang mit Stimme & Rhythmus“, geleitet von der in Wien lebenden Jazz-Sängerin, -Gitarristin und Dozentin Isolde Werner (in der Aula der Gymnasien; ggf. in zwei Gruppen von 9:00h – 13:00h und von 15:00h – 19:00h) wendet sich der Jazzclub Biberach e.V. in einer Kooperation mit der Fachschaft Musik des Wieland-Gymnasiums an alle interessierten Vokalisten zwischen 12 und 82 Jahren, die in der Jazz, Rock oder Popmusikszene unterwegs sind.
Unter anderem mit Kanons des New Yorker Straßenmusikers Moondog (mit Einflüssen aus der Madrigaltradition, von J.S. Bach und von indianischer Rhythmik), Jimi Hendrix oder Justin Heinrich Knecht wird im freien Spiel der Stimmen die rhythmische Standfestigkeit der Teilnehmer herausgefordert und geschult. Die musikalischen Erträge des Workshops erklingen teilweise auch im Rahmen der sonntäglichen Matinee LocalVocalJazz.

Für Schüler des Wieland-Gymnasiums sowie für jugendliche Mitglieder des Jazzclubs und der Bruno-Frey-Musikschule ist die Teilnahme an den Workshops kostenfrei. Weitere Teilnehmer & Gebühren nach Rücksprache.

Die Anmeldung (bis 26.01.) kann formlos erfolgen unter: helmut.schoenecker@wieland-gymnasium.de bzw. vorstand@jazzbiber.de. Telefonische Rückfragen unter 01573-2063846 (Dr. Schönecker).

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, es gilt die Reihenfolge der Anmeldungen.

Fauzia Maria Beg and the Lorenzo Petrocca Organ Trio

Am 27.01.2017 um 20:30

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
„Fancy Miss Nancy“ (Tribute to Nancy Wilson)

Fauzia Maria Beg (Vocals)
Lorenzo Petrocca (Guitar)
Andreas Kissenbeck (Hammond B3)
Armin Fischer (Drums)

Pressestimmen:
Überzeugende Combo: Fauzia Beg und Lorenzo Petrocca
‚Die zierliche Sängerin besitzt eine ausdrucksstarke Stimme mit sicherer Intonation. Sowohl einschmeichelnde Balladen als auch Up-Tempo-Nummern aus dem Great American Songbook setzt sie nuancenreich und mit großem Einfühlungsvermögen um. […] Ihr neues Album besteht aus einem Dutzend Songs und ist ihrem Idol Nancy Wilson gewidmet. Mit dem Lorenzo Petrocca Organ Trio hat die Tübingerin eine starke Begleitcombo, die aus drei Spitzenkönnern des deutschen Mainstream-Jazz besteht und sich am kochenden Sound der Jazzorgeltrios der 1950er-Jahren orientiert. […] Die Aufnahmequalität des Albums steht dem künstlerischen Niveau in nichts nach. Die Einspielung strotzt vor Präsenz. Jeder Titel ist derart sorgfältig aufgenommen, dass der Zuhörer das Gefühl hat, direkt vor den Musikern im Raum zu stehen.‘ [Schwarzwälder Bote]

Fauzia Maria Beg
Im Alter von 9 Jahren begann Fauzia Maria Beg eine klassische Indische Tanzausbildung (Kathak) in Bombay (Mumbai). Aufgewachsen in einer musikalischen Familie wurde schon bald auch ihr Talent als Sängerin entdeckt. Bereits in jungen Jahren arbeitete sie als professionelle Sängerin in sämtlichen Spitzenhotels der indischen Metropole. Dabei sammelte sie vor einem internationalen Publikum viel Erfahrung als Jazz-, Pop- und Soulsängerin.
Der Wunsch mit ihrer Stimme die Welt zu erobern brachte sie 1989 nach Europa. Mit ihrer Vorliebe für Jazz, Brasilianische Musik und indisch inspirierten Avantgarde-Projekten ist sie mit ihrer Vielseitigkeit aus der Stuttgarter Musikszene nicht mehr wegzudenken.

Eintritt 15/12 EUR
Reservierungen unter < kasse@jazzbiber.de > bis spätestens 12:00 Uhr am Tag des Konzerts.

13.01.2017: Julia Ehninger 4tet

„Julia Ehninger 4tet“ eröffnet Konzertsaison

Konstanter Wandel als Bandkonzept

BIBERACH – „Im Wandel vergeht, im Wandel entsteht“ heißt es in dem selbstgetexteten Opener der jüngsten CD-Produktion des“ Julia Ehninger 4tets“, welche in einer höchst eindrucksvollen Live-Version den Reigen der Jazzclubkonzerte der neuen Saison niveauvoll eröffnete. La, la, la, la – la, La, la, la la. Diese schlichte Vokalise in einem eingängigen sequenzierten Dreitonmotiv kennzeichnet den Refrain, den Anfang und den Schluss des Titelsongs „Im Wandel“, in dem vom „Sein und Werden“ die Rede ist. Der verhinderte Lokalmatador Lukas Brenner aus Laupheim, Mitglied der Stammbesetzung, wurde vom Träger des baden-württembergischen Jazzpreises 2016, Volker Engelberth, vertreten. Soviel zum Thema Wandel.

Ist Jazz als Gestaltungskonzept seit seiner Entstehung grundsätzlich immer mit Wandel, Improvisation und Innovation verbunden, so war es doch auch immer wieder das Bestreben der Musiker, ihren Personalstil und damit festen Boden im endlosen Wandel der Gezeiten zu finden. Vielleicht auch so etwas wie eine Marke auszubilden um den Verkauf ihrer Musik zu fördern. Dieses Ansinnen aufzugeben und schon zum Karrierebeginn den permanenten Wandel zum Kernkonzept zu erheben, erfordert schon eine Menge Mut und Selbstbewusstsein. Julia Ehninger, vor zwei Jahren noch als Vorband von ZAZ zur Eröffnung der „Jazz Open“ in Stuttgart gefeatured, ließ seither nichts anbrennen. Ihre steile musikalische Karriere wurde durch ein DAAD-Stipendium an der Manhattan School of Music in New York befördert und führte jetzt zum sehr wohlwollend aufgenommenen transatlantischen Debutalbum.

Bleibenden Bestand in all dem Wandel hatte erfreulicherweise die deutsche Sprache in den Texten der feinsinnigen Jazzsängerin und Komponistin. Die Verbindung von deutscher Sprache mit dem internationalisierten Jazzidiom bildet dabei keine geringe Herausforderung. Wie ZAZ in ihren „Nouvelle Chansons“ bewies auch Julia Ehninger einmal mehr ihre sprachlich-musikalische Doppelbegabung. Nicht nur im Nebeneinander von eigenen Texten und durchaus anspruchsvoll vertonten Gedichten von Ringelnatz („Schenken“) und Hesse („Im Nebel“) sondern vor allem in der organischen Umsetzung deutscher Sprachmelodien und –rhythmen in eine stilsicher groovende Musik.

Die enorme stilistische Bandbreite und extreme Polarität zwischen hoher Textverständlichkeit einerseits und quasi instrumentaler Verschmelzung mit dem Gesamtklang im Scatgesang andererseits setzen eine große Transparenz und Wandelbarkeit der Bandbegleitung voraus. Verantwortlich dafür zeichnen seit einigen Jahren Nico Amrehn am Kontrabass und Martin Grünenwald am Schlagzeug. Hochkomplexe Rhythmen und solistische Höhenflüge in den improvisierten Instrumentalteilen und dezent zurückgenommene, sensible Begleitung in den Vokalteilen setzen wiederum ein hohes Maß an Präzision und Disziplin voraus. Beides stellte die hochkonzentrierte Begleitband nicht nur in dienender Funktion bereit. Besonders der pianistische „Ersatzmann“ Volker Engelberth, der neben zahlreichen eigenen Projekten sich auf diese Herausforderung einließ, zeigte hierbei eine Meisterleistung. Engelberth, im Mai mit seinem Quintett in einem eigenen Konzert bei den Jazzbibern vertreten, brillierte hier auch als empfindsamer Begleiter und würzte das Geschehen doch immer wieder mit aufblitzenden, perlenden Tonkaskaden ohne dabei effekthascherisch zu wirken.

gez. H. Schönecker

Julia Ehninger 4tet

Am 13.01.2017 um 20:30

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
CD Release Tour „Im Wandel“

Transatlantisches Debüt: Den Großteil von „Im Wandel“ hat die Stuttgarter Jazzsängerin und DAAD-Stipendiatin Julia Ehninger im steten Transfer zwischen Deutschland und New York komponiert. Der Big Apple war während ihres Studiums an der Manhattan School of Music bei Gretchen Parlato, Theo Bleckmann und Phil Markowitz ihre zweite Heimat und Inspirationsquelle – und die Zeit in der legendären Jazzmetropole geprägt von vielen neuen Eindrücken, Begegnungen und Abschieden. In dieser Übergangsphase setzte sich die Sängerin gedanklich mit den Themen Beständigkeit und Wandel auseinander. Es verwundert nicht, dass diese Themen nun auch ihr Debüt bestimmen.
In ihren filigranen Kompositionen verbindet Julia Ehninger gekonnt zeitgenössischen Jazz mit Elementen des Pop und R&B und kreiert so mit ihren Mitmusikern einen ganz eigenen, leichten und hellen Sound. Modern und doch zeitlos, virtuos und doch leichtfüßig. Melodien mit Ohrwurmqualität treffen auf komplexe Harmonien und Rhythmen, eine beeindruckende Bandbreite, die dieses Quartett hier abdeckt. Obwohl „Im Wandel“ ein Erstling ist, ist unüberhörbar: Diese Musiker spielen nicht erst seit gestern zusammen. Längst wird der Bandsound maßgeblich von ihren langjährigen musikalischen Weggefährten Lukas Brenner (Klavier), Nico Amrehn (Kontrabass) und Martin Grünenwald (Schlagzeug) mitgetragen. Zusätzlichen Schliff verleihen dem Album die Gäste Verena Nübel (Gesang) und der Saxofonist Alexander Bühl.
Die Idee des Wandels zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Mal interagiert Julia Ehninger ohne Text – quasi wie ein zusätzliches Instrument – mit der Band, mal schließt sich die Band nahtlos und kunstfertig ihren textlichen Ausflügen an. Neben eigenen, ausschließlich deutschen Texten vertont die Sängerin Gedichte von Joachim Ringelnatz („Schenken“) und Hermann Hesse („Im Nebel“).
Mit einer ernsthaften Leichtigkeit erzählt Julia Ehninger von Schlaflosigkeit, von Orientierungslosigkeit und Einsamkeit – oder eben, stetig wiederkehrend, von Veränderung. Bei ihr bringt Veränderung große Herausforderungen, aber auch die Chance auf etwas Neues, Besseres. „Wenn sich äußere Bedingungen ändern, ändern wir uns mit ihnen – die Hülle verändert sich, im Kern jedoch bleiben wir die gleiche Person“, sagt sie dazu. Dieser Wandel machte selbst vor dem Songwriting nicht halt: Das Titelstück des Albums „Im Wandel“ hieß zunächst „Constant“, also eigentlich das genaue Gegenteil. Doch der Gedanke, dass es wirkliche Konstanz in zwischenmenschlichen Beziehungen nur geben kann, wenn wir Veränderung zulassen, ließ die Sängerin nicht los. Aus „Im Wandel“ hat das ein mutiges, stetig changierendes und besonderes Album gemacht. Und aus der Künstlerin? Sie ist sicherlich längst dabei, es herauszufinden.

Live-Besetzung beim Konzert im Jazzkeller:
Julia Ehninger – Gesang, Komposition, Text
Volker Engelberth – Klavier (Jazzpreis BaWü 2016)
Nico Amrehn – Kontrabass
Martin Grünenwald – Schlagzeug

Eintritt 15/12 EUR
Reservierungen unter < kasse@jazzbiber.de > bis spätestens 12:00 Uhr am Tag des Konzerts.