22.12.2025: Rootbears | Weihnachts-Jazz
Rootbears | Weihnachts-Jazz
Am 22.12.2025 um 20:00 Uhr
Ort: Biberach, Schützenkellerhalle
Beschreibung
Es gibt Konzerte, die muss man im Grunde genommen gar nicht ankündigen. Man muss kein Plakat kleben, keinen Insta-Post schreiben und keine Meldung in die Zeitung setzen. Das Konzert der Rootbears, wie immer zwei Tage vor Weihnachten, ist so ein Event. Seit mehr als 35 Jahren lädt die Biberacher Combo zu einem familiären und weihnachtlichen Jazz-Abend in die Schützenkellerhalle ein. Und bei zahlreichen Biberachern steht dieser Termin bereits ein Jahr im Voraus fest im Kalender. Die Mischung aus Jazz-Klassikern, Lieblingsstücken der Musiker, humorigen Einlagen und Überraschungen verschiedener Art gehört für viele zum Weihnachtsfest wie das Christkindle-Herunterlassen oder der Festtagsbraten mit der Familie. Eingefleischte Fans wissen, dass die Tickets begehrt und oft bereits nach wenigen Tagen vergriffen sind – wer also zur Fangemeinde hinzustoßen möchte, muss sich sputen.
Besetzung: Rüdiger Przybilla (sax), Hanspeter Schmid (tb), Magnus Schneider (acc, p), Martin Schmid (b), Holger Koppitz (dr)
Foto: Dr. Helmut Schönecker
Eintritt: 18 Euro; ermäßigt 12 Euro
Kartenvorverkauf: ab 29. November in der Stadtbuchhandlung
12.12.2025: Clara Vetter [synaesthesia]^4
Seltenes Phänomen der „Synästhesie“, übersetzt für Unbegabte
Clara Vetter – Trio verbindet visuelle und auditive Reize, Kunstverein und Jazzclub
BIBERACH – Stimmungsvoll und dennoch so gar nicht weihnachtlich empfing der Jazzkeller bei einem ganz besonderen Freitagskonzert seine Gäste. Ein so ungewöhnliches Trio aus Klavier, künstlerischer Videoprojektion mit gleich drei Beamern, einigen Punktstrahlern sowie einem Lautsprecher-Set, über welches der kurzfristig erkrankte Gitarrist Alexander Rueß per Videokonferenz aus dem knapp 700km entfernten Berlin zugeschaltet war, hatte es im Jazzkeller noch nie gegeben. Eine Kooperation mit dem Kunstverein ebenso wenig.
Ein Projekt in dem mit Synästhesie begabte Musiker und bildende Künstler in einer interaktiven Performance ihre Impressionen mit dem Publikum teilten und gelegentlich auch erläuterten ist ebenfalls nur sehr selten zu finden. Der experimentelle Charakter der Unternehmung lockte zwar nicht ganz so viele Besucher wie sonst in den Jazzkeller und die Anwesenden sahen sich dann auch tatsächlich vor eine nicht ganz einfache Herausforderung gestellt. Galt es doch, nicht nur entspannt zurückgelehnt, der Musik zu lauschen, sondern darüber hinaus noch aktiv die Verbindung zur Kunstinstallation von Micha Otto mit raumfüllenden Videoprojektionen herzustellen und einen verborgenen Sinn zu entdecken: die Synästhesie.
Clara Vetter [synaesthesia]^4
Am 12.12.2025 um 20:30 Uhr
Ort: Jazzclub Biberach
Beschreibung
Veranstaltung im Rahmen des Kooperationsprojekts „Bild – Sound – Musik“ von Kunstverein Biberach, Jazzclub Biberach und Museum Biberach. Weitere Infos hier.
In einer Kooperation mit dem Kunstverein Biberach e.V. wagt sich der Jazzclub an ein ungewöhnliches Projekt mit Clara Vetter (Landesjazzpreis 2023, Stipendiatin der Kunststiftung 2024), die vor einigen Jahren bereits mit ihrem Trio in Biberach gastierte. In ihrem aktuellen Projekt [synaesthesia]^4 setzt sie sich in einem interdisziplinären Ansatz mit musikalischer Komposition im Bereich des experimentellen Jazz auseinander. Grundlage sind die Synästhesien von Clara Vetter und Alexander Rueß, sowie der bildnerische Ansatz von Micha Otto, die grafische Notation in einen virtuellen Raum zu verlegen. Kontinuierlich getriggerte Farb- und Formreflexe machen die Visuals zu einer performativen Partitur für konzeptionelle Improvisationen, die vom Publikum in Echtzeit mitverfolgt, gehört, gesehen und erfühlt werden können. Das Projekt will so Synästhesie, bei der visuelle und auditive Reize unmittelbar miteinander verbunden sind, auch für weniger Synästhesiebegabte erfahrbar machen.
Clara Vetter (Piano)
Alexander Rueß (Gitarre)
Micha Otto (Visuals)
Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler
Foto: Max Treutner
06.12.2025: Katrin Weber Sextett
Katrin Weber Sextett bei den Jazzbibern – Jazzlady mit lyrischem Tiefgang
Von Vorstandsmitglied Günter Friedemann als „Triebtäter“ angekündigt, erwies sich das aktuelle Projekt „Trieb“ des paritätisch aus drei Ladies und drei Gentlemen besetzten Wiener Sextetts von Katrin Weber im Jazzkeller durchaus als triebgesteuert. Sie zelebrierte ihre Lieblingslieder und Eigenkompositionen konsequent auf Deutsch. Der Sound war gut abgemischt, der Text sehr gut verständlich und das war auch gut so. Hatten die Texte doch durchaus Tiefsinniges auszusagen. Webers Kompositionsstil oszilliert zwischen Jazz, Chanson, Klassik und brasilianischer Musik. Ihre Erfahrungen in der Kabarettszene kamen dabei sowohl den Songtexten, als auch ihrer überaus eindringlichen Interpretation der Stücke voll starker Affekte und positiver Energie entgegen, sie wirkten absolut authentisch und erreichten bei ihren Zuhörern auch tiefere Schichten.
Die geballte Frauenkraft kam neben Katrin Weber (Vocals) von Ilse Riedler (Tenor- und Sopran-Saxofon, Bassklarinette) und Stephanie Weninger (Klavier), die treibenden Grooves steuerten David Dolliner (Kontrabass) und vor allem der brasilianische Schlagzeuger Luis Oliveira bei. Gerd Rahstorfer an Trompete und Flügelhorn überzeugte durch stimmungsvolle Kantilenen, inspirierende Improvisationen und perfektes Satzspiel zusammen mit Ilse Riedler, die wie auch alle anderen teils atemberaubende Improvisationen beisteuerte.
Der Schwerpunkt des Programms lag auf Vertonungen von Gedichten, wobei Webers Stimme zwar immer präsent war, keinesfalls aber das musikalische Geschehen dominierte. Else Lasker-Schüler und Dorothy Parker gehören zu ihren erklärten Favoriten. So nahm Parkers Text im „Lied von vollkommener Schicklichkeit“ plastische Form an. Nach einer Unisono-Einleitung aus Scat-Vokalise, Sopran-Sax und Trompete über einem treibenden Groove ging Weber sozusagen „als Pirat auf Kaperfahrt“. Sie enterte in kabarettistischer Überdeutlichkeit Brecht/Weill-Songs etwa im Stil der „Dreigroschenoper“ aber auch die chansonhafte Manier einer Marlene Dietrich, Zarah Leander oder Margot Werner. Anders als die ikonischen Vorbilder hat sie jedoch auch den Jazz im Blut, scattet munter in der Reihe der Improvisatoren mit, zetert pittoresk mit der unbeliebten Obrigkeit und komponiert selbst. Selbst um das Jahreszeitübliche machte sie keinen Bogen. Als Zugabe erklang das österreichische Weihnachtslied „Es wird scho glei dumpa“ in wundervoll jazzigem Gewand.
Text: Helmut Schönecker
Fotos Galerie 1: Helmut Schönecker
Fotos Galerie 2: Wolfgang Volz
Katrin Weber Sextett
Am 06.12.2025 um 20:30 Uhr
Ort: Jazzclub Biberach
Beschreibung
TRIEB, das aktuelle Projekt von Katrin Weber ist durchaus außergewöhnlich. Lieblingslieder und Eigenkompositionen, zumeist Vertonungen weiblicher Lyrik, werden dabei konsequent auf Deutsch vorgetragen. Webers Stil oszilliert zwischen Jazz, Chanson, Klassik und brasilianischer Musik. Die Tuttlinger Sängerin, Komponistin und Pianistin lebt seit 30 Jahren in Wien und machte sich, nach langen Jahren in der Kabarettszene, dort einen Namen als Komponistin und Arrangeurin vieler Theaterproduktionen und verschiedener Ensembles. Sowohl mit ihrem Trio als auch mit ihrem Duo gastierte sie schon wiederholt bei den Jazzbibern und fand viele Fans, die sie nach vielen Jahren jetzt endlich mal wieder „live“ hören wollen. Es „droht“ ein unvergesslicher Abend für alle Musikfans, die sich auf geballte Frauenkraft und treibende Grooves freuen. Mit im Gepäck hat sie namhafte VertreterInnen des österreichischen Jazz.
Katrin Weber (Vocals)
Ilse Riedler (Saxofon, Bassklarinette)
Gerd Rahstorfer (Trompete)
Stephanie Weninger (Klavier)
David Dolliner (Kontrabass)
Luis Oliveira (Schlagzeug)
Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler
Foto: Anna Stöcher





























