07.02.2025: The Rick Hollander Quartet
The Rick Hollander Quartet
Am 07.02.2025 um 20:30 Uhr
Ort: Jazzclub Biberach
Beschreibung
Nach einer erfolgreichen Japantournee ist das renommierte Quartett mit der eher seltenen Besetzung und dem unverkennbaren, melodiösen Stil 2025 wieder in Europa unterwegs und jetzt erstmals auch in Biberach. Im aktuellen Programm des weitgereisten amerikanischen Musikers aus Detroit vereinen sich Alt und Neu in einer Sammlung aus den beliebtesten Melodien der Welt, welche hoch emotional auf spannende und oft überraschende Art präsentiert werden, unterhaltsam, bodenständig, mitreißend. Herwig Gradischnig ist ein „Naturtalent“ als Tenorsaxofonist und als Frontmann der Gruppe. Er ist Dozent an der Wiener Privatuniversität JAM Music Lab. Gitarrist Paul Brändle aus Kempten bereichert die Band mit einem ausgeprägten Sinn für Harmonie und Melodie. Der aus Lecce, Italien, stammende Bassist Giampaolo Laurentaci ist die souverän antreibende Kraft des RHQ. Giampaolo besuchte das Prins Claus Conservatorium in Groningen, Holland, und die Escola Superior de Musica de Catalunya in Barcelona, Spanien, wo er einen Master-Abschluss erwarb. Ob am Schlagzeug oder an der Steeldrum, Bandleader Rick Hollanders differenziertes Spiel, sein breites Klangspektrum und die Vielzahl an zeitlosen Ideen machen den Sound der ganzen Band aus.
Herwig Gradischnig – Tenor Saxophone
Paul Brändle – Guitar
Giampaolo Laurentaci – Double Bass
Rick Hollander – Drums, Steel Drum, Vocals
https://www.rickhollanderquartet.com
Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler
Foto: Feik
31.01.2025: David Helbock’s Random/Control feat. Fola Dada
David Helbock’s Random/Control mit Fola Dada im ausverkauften Jazzkeller
Lyrische Lautmalereien und moderner Groove mit Biss
BIBERACH – Quasi Unerhörtes erklang im völlig ausverkauften Freitagskonzert des heimischen Jazzclubs. Gedichte von Emily Dickingson und William Blake bis Erich Fried und Charlotte Forten Grimké, vertont und am Flügel zelebriert von David Helbock auf einer Parforcejagd durch das gesamte Klangspektrum des Instrumentes, stimmlich interpretiert von Fola Dada in einer Spanne von Body Percussion und Beatboxing über Sprechgesang zu Vokalise und expressivem Blues- und Jazzgesang in inniger Interaktion mit Andreas Broger an Querflöte, Bassklarinette, Sopran- und Baritonsaxophon, dessen Geräusche, Laute und Töne irgendwo zwischen heißer Luft, perkussiven Schnalzlauten und sonorem Wohlklang changierten.
Wie der Bandname bereits vermuten ließ, wurde all dies kontrolliert durch den Zufallsgenerator gejagt und mit der Anmutung des Experiments zum faszinierenden Erklingen gebracht, kontrolliertes Chaos sozusagen. Mit Hilfe elektronischer Helferlein wurde sogar die Raumakustik und der Klangraum variiert und kontrolliert, vom knackig trockenen Klang einer Besenkammer bis hin zu minutenlangen Delays sakraler Großbauten gab es alle Abstufungen. Augen- oder besser Ohrenfällig war hier etwas ganz Neues zu vernehmen: Ambitionierter Avantgarde-Jazz des 21. Jahrhunderts. Den Besuchern gefiel es, wie der tosende Applaus und mehrere Zugaben bewiesen.
Wäre der Multiinstrumentalist Johannes Bär am Konzertabend nicht mit Fieber im Bett geblieben, hätten die zahlreichen Besucher – die letzten mussten gar auf den Treppenstufen Platz nehmen – noch diverse Blechblasinstrumente, Trommeln und Mouth Percussion in einem ohnehin bereits dichten Dschungel aus Klängen und Effekten vernommen. Dass darüber auch Melodien, Harmonien und Rhythmen nicht gänzlich verloren gingen, war der intelligent berechneten Kontrolle der Sujets zu verdanken. So schimmerte trotz aller Verfremdung in „Like A Prayer“ doch noch Madonnas Original durch, dank natürlicher Stimmgebung und deutlicher Aussprache Fola Dadas waren die Texte der Gedichte zumeist gut zu verstehen und besonders in Erich Frieds „Freiheit“, die natürlich nicht „herrscht“, sowie in Grimkés „Digital Utopia“ von zwingender Eindringlichkeit und Expressivität, einen ordentlichen Schuss Zeit- und Gesellschaftskritik inbegriffen.
Dem Fehlen von Johannes Bär war es wohl auch zu verdanken, dass neben den klingenden Exponaten der brandneuen CD in der unfreiwillig reduzierten Besetzung auch einige Standards in kammermusikalischer Transparenz Eingang ins Programm fanden. „Round Midnight“ von Thelonious Monk oder „In A Sentimental Mood“ von Duke Ellington hatten, außerhalb umfänglicher Intros, Zwischenspielen und Endings, durchaus einen traditionellen Touch. Entschlackt von allzu konventionellem Beiwerk nahmen die Stücke dadurch eine zeitlose Frische an, erwachten gewissermaßen zu neuem Leben. Hier inspirierte die lebende Kraft der Tradition hörbar die Gegenwart und sei es mit der Intention, den melodiösen Aspekten des Jazz vielleicht auch in Zukunft wieder einmal etwas mehr Bedeutung zukommen zu lassen.
Text und Fotos: Helmut Schönecker
David Helbock’s Random/Control feat. Fola Dada
Am 31.01.2025 um 20:30 Uhr
Ort: Jazzclub Biberach
Beschreibung
Seit 15 Jahren begeistern die drei Vorarlberger Musiker an über 20 Instrumenten in hunderten Konzerten aufder ganzen Welt ihr Publikum. Ihr neuestes im Liechtensteiner Little Big Beat Studio aufgenommenes Album erscheint Anfang 2025, die Jazzbiber dürften bei den Ersten sein, die es live erleben können. Markenzeichen des Trios ist die Vielzahl der verwendeten Instrumente. Andreas Broger spielt Klarinette, Bassklarinette, verschiedene Saxofone und Flöten und singt gelegentlich. Johannes Bär beherrscht nahezu alle Blechblasinstrumente – Sousaphon, Tuba, Posaune, Trompete, Alphorn, aber auch Didgeridoo, Beatbox und Schlagzeug – und manchmal sogar alles gleichzeitig. Inspiriert von dieser Vielfalt an Klangmöglichkeiten hat David Helbock, der sich hauptsächlich auf das Klavier und etwas Perkussion konzentriert, viele neue Stücke komponiert und dabei Gedichte von William Blake, Emily Dickinson und anderen vertont. Für die Interpretation der vertonten Gedichte hat das Trio die unter anderem mit dem deutschen Jazzpreis 2022 geadelte Stuttgarter Sängerin Fola Dada eingeladen. Damit trifft Helbocks leidenschaftliches und wildes Trio auf eine der spannendsten Jazzsängerinnen Deutschlands.
Fola Dada – Voice
David Helbock – Piano & more
Johannes Bär – Brass, Drums, Beatbox & more
Andreas Broger – Reeds & more
www.davidhelbock.com/randomfolade
Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler
Foto: Hagen Kälberer
24.01.2025: South Quartet
South Quartet
Am 24.01.2025 um 20:30 Uhr
Ort: Jazzclub Biberach
Beschreibung
Hinter dem South Quartet verbergen sich vier kantige Individualisten aus Deutschlands wildem Süden – lebenserfahren, souverän und stilistisch eigenständig. Im wechselseitigen künstlerischen Einvernehmen aber auch durchsetzt von gegenseitigen, spielerischen Provokationen und stimulierenden Kontrasten liefern sie sich einen lebhaften Schlagabtausch an gestalterischen Ideen. Ull Möck agiert virtuos und einfühlsam am Flügel, Simon Schallwig liefert das Fundament am Kontrabass und der gebürtige Biberacher Matthias Daneck groovt quirlig und unermüdlich am Schlagzeug. Dabei zeigen sich die vier in ihren jeweiligen Rollen höchst kreativ und abwechslungsreich. Standardisierte Begleitmuster vermeidend, immer auf dem Sprung, immer für Überraschungen gut und immer das große Ganze im Blick haltend, fordern sie die Aufmerksamkeit des Publikums heraus. Jazztrompeter Peer Baierlein setzt die melodischen Strukturen und formalen Eckpfeiler. Die vier Musiker gehören zu einer Generation von Musikern, die keine Vorurteile kennen, ausschließlich Eigenkompositionen spielen, aber doch an der Tradition anknüpfen und sich gleichzeitig mit Hilfe von neuen Mitteln auf noch unbekanntes Terrain begeben.
Peer Baierlein (tp, flgh)
Ull Möck (p)
Simon Schallwig (b)
Matthias Daneck (dr)
Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler
Foto: Hagen Kälberer






































