Dozentenkonzert des „Jazz & More Collective“ machte aus der Not eine Tugend
Jazzkeller platzt fast aus allen Nähten
BIBERACH – Aus Raumgründen, weil die Renovierung der Aula der Gymnasien nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnte, musste das für den Workshop „Jazz & More“ am Wieland-Gymnasium geplante gemeinsame Abschlusskonzert in reduzierter Form als reines Dozentenkonzert schließlich in den Biberacher Jazzkeller verlegt werden. Für die zahlreichen Besucher, darunter auch viele Workshopteilnehmer mit ihren Eltern, wurde daraus ein absolutes Highlight. Das „Jazz & More Collectiv“ zeigte sich in allerbester Spiellaune, war spontan, witzig, inspiriert und vor allem rundum überzeugend. So muss Livemusik sein. Lebendig, dynamisch, mit vielen Emotionen aufgeladen und dennoch reflektiert.
Abwechselnd moderiert durch die bühnenerfahrenen Künstler kamen überwiegend Eigenkompositionen aber auch in besonderer Weise überarbeitete Standards zur Aufführung. Die während vieler gemeinsamer Workshops in Ochsenhausen zusammengeschweißte Truppe glänzte durch versiertes Satzspiel ebenso wie durch herausragende Einzelleistungen. Joo Kraus erwies sich nicht nur als genialer Jazztrompeter mit einem ganz besonderen Sound, er zeigte auch überraschende Qualitäten als Sänger, Rapper oder HipHopper und vor allem als kreativer Kopf mit mitunter skurrilen oder witzigen dabei aber immer groovigen Einfällen. Die Frontfrau Fola Dada sang sich mit ihrer nuancenreichen natürlichen Stimme schnell in die Herzen der Zuhörer. Selbst im engen Zusammen- und Wechselspiel mit den Instrumenten erwies sie sich als verlässliche Teamspielerin ohne Hauch von Primadonnenhaftigkeit.





















