Am 17.03.2012 um 13:00
Ort:
Beschreibung
Halbfinale mit 6 Bands
Weitere Informationen:
www.facebook.com/pages/Biberacher-Jazzpreis/
Am 17.03.2012 um 13:00
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Halbfinale mit 6 Bands
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Zu dieser Jazzclub-Veranstaltung ist keine Kritik erschienen.
Am 02.03.2012 um 20:30
Ort:
Beschreibung
Fusion Jazz mit Steps of Spirit
Der Grundgedanke der Band ist, die Eigenkompositionen von Charles Leimer energiegeladen, niveauvoll und transparent zu präsentieren. Der kreative Einfluss und der vielseitige musikalische Background der vier Ausnahmemusiker verleiht ihrem Projekt die besondere Note. Seit 1999 gibt das Quartett Livekonzerte auf Festivals und in Clubs im In- und Ausland.
Besetzung:
Charles Leimer: keyboards
Dietmar Kastowsky: bass
Thorsten Skringer: saxes
Andreas Keller: drums
www.charlesleimer.de/index.html
Eintritt 12 EUR / 9 EUR
Karten und Platzreservierungen: kasse@jazzbiber.de
Little Martin & The Roosters zu Gast beim Jazzclub Biberach
Heftige Bluesinfektionen im Jazzkeller
Keine Frage: Little Martin alias Martin Schönke und seine Profitruppe aus München haben den Blues! Bekanntlich kann man den Blues ja nicht einfach nur so runter spielen. Wer den Blues lediglich spielt, kommt von außen, geht eben nur spielerisch, akademisch oder gar pädagogisch und analytisch an den Blues heran. Das kann naturgemäß nicht funktionieren. Den richtigen Blues muss man im Blut, in den Genen haben. Oder man muss schon mal so weit unten gewesen sein, alles Leid der Menschheit persönlich im Rinnstein unserer Gesellschaft kennen gelernt und sich aus diesen Niederungen aus eigener Kraft wieder empor gekämpft haben. Dann und erst dann hat man den Blues und kann diesen auch glaubhaft, überzeugend, intensiv interpretieren oder gar leben, einfach spielen geht nicht.
Eine überraschend große Bluesgemeinde hat im Biberacher Jazzkeller den ausgebufften urbayrischen „Bluesern“ aus München ihre Lebensweisheiten begeistert abgenommen, sich vom typischen Bluesfeeling abholen lassen, mitgegroovt und mitgelebt und sich mit den unverwüstlichen Tönen des „Chicago Blues“ ein neues Lebenselixier verabreichen lassen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem unpässlichen Mikrofon und einer zunächst etwas düsteren Bühnenbeleuchtung stand mit einem Ersatz aus dem Fundus des Jazzclubs und mit der Routine von rund 120 Konzerten pro Jahr dem Siegeszug des Blues nichts mehr im Weg. Mit der archaischen Urgewalt einer Musik, die sich wie ein Rückgrat durch Jazz, Rock und Pop zieht und die sich dennoch ihre ursprüngliche Kraft bis heute bewahrt hat packte der bayrische Roosters-Blues sein Publikum mit Macht. Nicht nur die bekannteren Blues-Standards sondern mit der gleichen Überzeugungskraft auch die Eigenkompositionen von Martin Schönke schlugen eine Brücke in die Herzen der Zuhörer, die alsbald von einer heftigen Bluesinfektion ergriffen wurden.
Der Blues, auch der von „Little Martin“ kommt beileibe nicht virtuos daher. Im Gegenteil, je weniger Töne, desto treffender sitzen diese und dann braucht es auch nicht mehr davon. Die entspannte Unaufgeregtheit, ja geradezu Abgeklärtheit vor allem des Bandleaders an Gitarre und Mikrofon vermochte jene inspirierte „Coolness“ rüber zu bringen, die spätestens seit den Blues Brothers Filmen zu einem eigenen Blues-Kult geführt hat. Eine „Coolness“, die paradoxerweise das Blut zum Kochen bringt und ungeahnte Energien freisetzt. Unterwegs im Auftrag des Blues verschaffen Little Martin & The Roosters hoffentlich noch vielen Menschen eine musikalische Frischzellenkur.
Gez. Dr. Helmut Schönecker
Am 10.02.2012 um 20:30
Ort:
Beschreibung
Die vier Profi-Musiker aus München haben sich dem klassischen Chicago-Blues der 50er Jahre verschrieben. Little Martin & The Roosters bieten Musik der Spitzenklasse: knallhart und geradlinig, egal ob Slow Blues, also der klassische Chicago-Sound, oder flott fetzige Titel. Die Band überzeugt durch technische Souveränität und harmonische Einheit.
Neben bekannten Blues-Standards sind auch authentische Eigenkompositionen zu hören. Einfühlsames, dynamisches Zusammenspiel erzeugt ein intensives Blues-Feeling. Auch nach 25 Jahren Bandgeschichte und unzähligen Konzerten ist den Musikern der Spaß am Blues offensichtlich nicht abhanden gekommen. Frei von überflüssigen Schnörkeln widmen sie sich ihrer Berufung: Chicago Blues pur. Jazz at its best.
Besetzung:
Martin Schönke (voc, git)
Bernhard Schönke (bass)
Björn Kellerstraß (drums)
Alexandra Fischer (piano, voc)
www.myspace.com/littlemartinroosters
Eintritt 12 EUR / 9 EUR
Karten und Platzreservierungen: kasse@jazzbiber.de
Jazzclub Biberach: www.jazzbiber.de
Konzert im Jazzkeller
Cécile Verny Quartet zeigt sich von seiner inspirierten Seite
BIBERACH – Ihr musikalisches Erfolgsrezept trägt noch so gut wie vor 12 Jahren, als sie ebenfalls im Jazzkeller ihr Biberach-Debüt gaben. Neben der ivorisch-französischen Namensgeberin mit der überaus expressiven Stimme spielen Bernd Heitzler (Bass), Andreas Erchinger (Klavier, Keyboards) und Lars Binder (Schlagzeug) seit über 20 Jahren in der Stammbesetzung zusammen. Die Texte von Cécile Verny, gelegentlich auch eine poetische Vorlage des visionären englischen Dichters William Blake, geben den drei komponierenden Mitmusikern das Sujet, den Anlass und die Inspiration zu ihren Kompositionen.
Die Seele der musikalischen Geschichten ist in der Ausführung unzweifelhaft die in Freiburg lebende französische Sängerin mit den westafrikanischen Wurzeln, deren sympathische, emotionsbetonte Moderation dem überaus zahlreich erschienenen Publikum auch willkommene Verstehenshilfen gab. Genussvoll entrücktes Zuhören, anfeuernder Applaus und Begeisterungsrufe aus dem Publikum trieben das Quartett zu inspirierten Darbietungen, die kaum vernehmbar darunter litten, dass der Kontrabass von Bernd Heitzler angesichts der arktischen Temperaturen beim Transport einem Frostschaden erlag. Die unbürokratische Soforthilfe seitens der Bruno-Frey-Musikschule, die kurzfristig ein Schülerinstrument zur Verfügung stellen konnte, half größere Probleme zu vermeiden.
Anders als in vielen traditionellen Quartettformationen mit Gesang versteht sich Cécile Verny nicht nur als Impulsgeberin oder pittoresken Rahmen für ausgedehnte, extrovertierte Instrumentalimprovisationen in linearer Reihung sondern bestimmt zu jeder Zeit das musikalische Geschehen mit. Das ist umso bemerkenswerter als die drei Begleiter nicht nur auf höchstem musikalischem Niveau agieren sondern als komponierende Musiker auch nicht der Gefahr inhaltsleerer Tonkaskaden oder langweiliger Verkettungen von Standardfiguren unterliegen. Cécile Verny improvisiert und scattet in allen Registern und Stilrichtungen, sie interpretiert höchst expressiv in allen Dynamikvarianten. Um es kurz zu machen, sie singt einfach wunderschön und bringt ihre künstlerischen Anliegen überzeugend zum Publikum rüber. Der Gewinn zahlreicher Preise und Wettbewerbe auch auf europäischer Ebene ist Beweis und Ausdruck dessen. Die zumeist dezenten Begleiter wussten die ihnen gewährten Freiräume durchaus virtuos zu nutzen. Bernd Heitzler im Wechsel zwischen Kontra- und E-Bass sowie akustischer Bassgitarre, Andreas Erchinger an Steinwayflügel und diversen Keyboards, oft sogar gleichzeitig. Und auch Lars Binder erweiterte das perkussive Klangspektrum um afrikanische Trommeln und weitere Effekte, ohne daraus gleich einen Kult zu machen. Ein runde Sache, die durch mehrere Zugaben einen begeisternden Abschluss fand.
Gez. Dr. H. Schönecker