Archiv – Seite 5 – Jazzclub Biberach e.V.

17.01.2026: Tango Transit

Tango Transit – Nomen est Omen

Zweifelsohne steht der Begriff Tango zentral im Raum, wenn dieses außergewöhnliche Trio die Bühne betritt. Und wie zur Bestätigung zitieren Martin Wagner, Akkordeon, Hanns Höhn am Kontrabass und der Schlagzeuger Andreas Neubauer zum Konzertbeginn den Gottvater des Tango Nuevo – Astor Piazzolla – mit dessen bekanntestem Stück – Libertango. Doch schon beginnt der Transit, eine Reise durch musikalische Welten, vom modernen Walzer (Vienna April) über romantisches deutsches Liedgut (Zwischen Berg und tiefen, tiefen Tal) zu komplexen Eigenkompositionen (The Curtain, Akrobat, T-House …) und spaßigen Pop-Interpretationen (Money von Pink Floyd).

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Tango Transit

Am 17.01.2026 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung

Der Tango lebt und belebt, gestern wie heute

Mit ihrem neuen Konzertprogramm „Akrobat“ mischen die drei Solisten des Frankfurter Trios „Tango Transit“ erneut die Szene auf. Seit bald 20 Jahren demonstrieren Martin Wagner, Hanns Höhn und Andreas Neubauer auf mittlerweile sechs CDs und einer DVD, dass der Tango nach wie vor lebendig und kraftvoll ist. Gespeist aus der Energie und Ausdruckskraft des klassischen, fest in der argentinischen Volksseele verwurzelten Tangos heraus, bahnen sie immer wieder neue Wege, integrieren zeitgemäße Stilelemente und mischen diese mit einem modernen Sound. Schmatzende Bass Drum Sounds aus dem HipHop- und House-Genre oder der Einsatz von Wah-Wah und Verzerrer fürs Akkordeon sind ebenso wenig ein Tabu wie Elemente aus der Cajun-Musik Louisianas, dem „stile barbaro“ des Balkans, französische Musette oder orientalische Klänge. Neben Eigenkompositionen enthält das aktuelle Programm auch Arrangements von Roger Waters „Brain Damage“, Astor Piazzollas „Libertango“ oder gar Felix Mendelssohn-Bartholdys „Elfentanz“. Selten erlebt man so viel Leidenschaft auf der Bühne.

https://tangotransit.de/

Martin Wagner (Akkordeon)
Hanns Höhn (Kontrabass)
Andreas Neubauer (Schlagzeug)

Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler

Foto: Tango Transit

22.12.2025: Rootbears | Weihnachts-Jazz

Weihnachtsjazz mit den ROOTBEARS #36 – Liebgewordener Kult in der Schützenkellerhalle
BIBERACH – Alle Jahre wieder treffen sich die Fans der Wurzelbären zwei Tage vor Weihnachten um einem kulturellen Ereignis von erregender Einmaligkeit beizuwohnen. Fest verwurzelt in der Erde der Jazz- und Soultradition gaben sich die fünf ROOTBEARS bereits zum 36. Mal die Ehre und scheuten keine Mühen, ihre Fangemeinde stilvoll auf Weihnachten einzustimmen. Bereits eineinhalb Tage nach dem Vorverkaufsstart im November ausverkauft, sinnen Jazzclub und Band auf bessere Lösungen im kommenden Jahr. In gewohnter Weise aber mit neuen Inhalten lieferten die Biberacher Urgesteine, launig moderiert von Rüdiger Przybilla, in entspannter Atmosphäre ein abwechslungsreiches Programm mit hohem Unterhaltungswert. Im Duo, im Trio, im Quartett oder mit allen Fünfen, gesungen, gerappt, gespielt, gewitzelt, parodiert und karikiert, mal mehr Jazz, mal mehr Soul, mehr Latin, mehr Funk oder mehr Choral, mit wechselndem Instrumentarium, gutem Sound und bester Stimmung war Kurzweil Küchenmeister. Flapsige Beiläufigkeit und emotionale Tiefe sind für die illustre Truppe kein Widerspruch, ansprechende Improvisationen selbstverständlich.

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Rootbears | Weihnachts-Jazz

Am 22.12.2025 um 20:00 Uhr

Ort: Biberach, Schützenkellerhalle

Beschreibung

Es gibt Konzerte, die muss man im Grunde genommen gar nicht ankündigen. Man muss kein Plakat kleben, keinen Insta-Post schreiben und keine Meldung in die Zeitung setzen. Das Konzert der Rootbears, wie immer zwei Tage vor Weihnachten, ist so ein Event. Seit mehr als 35 Jahren lädt die Biberacher Combo zu einem familiären und weihnachtlichen Jazz-Abend in die Schützenkellerhalle ein. Und bei zahlreichen Biberachern steht dieser Termin bereits ein Jahr im Voraus fest im Kalender. Die Mischung aus Jazz-Klassikern, Lieblingsstücken der Musiker, humorigen Einlagen und Überraschungen verschiedener Art gehört für viele zum Weihnachtsfest wie das Christkindle-Herunterlassen oder der Festtagsbraten mit der Familie. Eingefleischte Fans wissen, dass die Tickets begehrt und oft bereits nach wenigen Tagen vergriffen sind – wer also zur Fangemeinde hinzustoßen möchte, muss sich sputen.

Besetzung: Rüdiger Przybilla (sax), Hanspeter Schmid (tb), Magnus Schneider (acc, p), Martin Schmid (b), Holger Koppitz (dr)

Foto: Dr. Helmut Schönecker

Eintritt: 18 Euro; ermäßigt 12 Euro
Kartenvorverkauf: ab 29. November in der Stadtbuchhandlung

12.12.2025: Clara Vetter [synaesthesia]^4

Seltenes Phänomen der „Synästhesie“, übersetzt für Unbegabte

Clara Vetter – Trio verbindet visuelle und auditive Reize, Kunstverein und Jazzclub

BIBERACH – Stimmungsvoll und dennoch so gar nicht weihnachtlich empfing der Jazzkeller bei einem ganz besonderen Freitagskonzert seine Gäste. Ein so ungewöhnliches Trio aus Klavier, künstlerischer Videoprojektion mit gleich drei Beamern, einigen Punktstrahlern sowie einem Lautsprecher-Set, über welches der kurzfristig erkrankte Gitarrist Alexander Rueß per Videokonferenz aus dem knapp 700km entfernten Berlin zugeschaltet war, hatte es im Jazzkeller noch nie gegeben. Eine Kooperation mit dem Kunstverein ebenso wenig.

Ein Projekt in dem mit Synästhesie begabte Musiker und bildende Künstler in einer interaktiven Performance ihre Impressionen mit dem Publikum teilten und gelegentlich auch erläuterten ist ebenfalls nur sehr selten zu finden. Der experimentelle Charakter der Unternehmung lockte zwar nicht ganz so viele Besucher wie sonst in den Jazzkeller und die Anwesenden sahen sich dann auch tatsächlich vor eine nicht ganz einfache Herausforderung gestellt. Galt es doch, nicht nur entspannt zurückgelehnt, der Musik zu lauschen, sondern darüber hinaus noch aktiv die Verbindung zur Kunstinstallation von Micha Otto mit raumfüllenden Videoprojektionen herzustellen und einen verborgenen Sinn zu entdecken: die Synästhesie.

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Clara Vetter [synaesthesia]^4

Am 12.12.2025 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung

Veranstaltung im Rahmen des Kooperationsprojekts „Bild – Sound – Musik“ von Kunstverein Biberach, Jazzclub Biberach und Museum Biberach. Weitere Infos hier.

In einer Kooperation mit dem Kunstverein Biberach e.V. wagt sich der Jazzclub an ein ungewöhnliches Projekt mit Clara Vetter (Landesjazzpreis 2023, Stipendiatin der Kunststiftung 2024), die vor einigen Jahren bereits mit ihrem Trio in Biberach gastierte. In ihrem aktuellen Projekt [synaesthesia]^4 setzt sie sich in einem interdisziplinären Ansatz mit musikalischer Komposition im Bereich des experimentellen Jazz auseinander. Grundlage sind die Synästhesien von Clara Vetter und Alexander Rueß, sowie der bildnerische Ansatz von Micha Otto, die grafische Notation in einen virtuellen Raum zu verlegen. Kontinuierlich getriggerte Farb- und Formreflexe machen die Visuals zu einer performativen Partitur für konzeptionelle Improvisationen, die vom Publikum in Echtzeit mitverfolgt, gehört, gesehen und erfühlt werden können. Das Projekt will so Synästhesie, bei der visuelle und auditive Reize unmittelbar miteinander verbunden sind, auch für weniger Synästhesiebegabte erfahrbar machen.

Clara Vetter (Piano)
Alexander Rueß (Gitarre)
Micha Otto (Visuals)

https://www.clara-vetter.de/

Eintritt: 22 Euro, Jazzclub-Mitglieder 18 Euro, Studierende 10 Euro,
freier Eintritt für Biberacher Schülerinnen und Schüler

Foto: Max Treutner