Archiv – Seite 35 – Jazzclub Biberach e.V.

Abgesagt! – Biberacher Musiknacht: BeBof Delux & The Delta Horns

10. März 2020:
Schweren Herzens sagen wir, der Biberacher Musiknacht e.V., nach Rücksprache mit dem Biberacher Ordnungsamt die 26. Biberacher Musiknacht am 27. März 2020 ab. Der Grund dafür sind die aktualisierten Vorgaben zum Umgang mit Veranstaltungen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus.
Der Biberacher Musiknacht e. V. unterstützt das Bemühen, die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern, und folgt daher der Empfehlung der Stadt Biberach und sagt die 26. Biberacher Musiknacht ab.

Am 27.03.2020 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Diesmal verbreiten im Jazzkeller gute Laune: Christoph „BeBof“ Böhm (git), Jeffrey Dunn (voc, tr),
Al Morris (b), Gregor Wittner (keyb), Stefan Arndt (dr) und The Delta Horns (sax): Monica Pfiffner, Christian Döss, Silvia Dums, Simon Hauck

www.muna-bc.de | www.bebof.de

Abgesagt! – Biberacher Jazzpreis 2020

10. März 2020:
Schweren Herzens müssen wir den Biberacher Jazzpreis 2020 leider absagen! Grund sind die aktualisierten Kriterien der Stadt Biberach zum Umgang mit Veranstaltungen aufgrund der aktuellen Entwicklung des Coronavirus. Wir unterstützen hiermit das Bemühen, die weitere Ausbreitung des Virus so weit wie möglich zu verzögern. Es ist uns nicht leicht gefallen, da wir viel Arbeit in das Projekt gesteckt haben, daher bitten wir um großes Verständnis.

Am 21.03.2020 um 18:00 Uhr

Ort: Gigelberghalle
(Jahnstrasse 1, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Der internationale Jazzpreis für junge Jazzmusiker*innen geht in die nächste Runde. Das Gastkonzert gibt „Grupa Janke Randalu“ (Preisträger 1997).

Mehr Infos unter:
https://events.kulturkalender-biberach.de/jazzpreis/start

06.03.2020: Torsten Zwingenberger Berlin 21

BERLIN 21 trifft auf begeistertes Biberacher Publikum

BIBERACH – Die Triobesetzung von Torsten Zwingenbergers Dreamteam BERLIN 21, angetreten mit vollem Einsatz und voller Energie traf beim Freitagskonzert des Jazzclubs auf ein erwartungsvolles und schnell auch voll begeistertes Publikum im vollbesetzten Jazzkeller. Zwingenberger zeigte sich beeindruckt von der stattlichen Publikumskulisse und bedankte sich in seinen einführenden Worten beim „todesmutigen“ Biberacher Publikum für das, in Coronazeiten nicht unbedingt selbstverständliche, überaus zahlreiche Erscheinen. Der veranstaltende Jazzclub hatte am Eingang auf Empfehlung der LIVEKOMM einen Aushang mit Verhaltens- und Warnhinweisen des Robert-Koch-Institutes angebracht, die auch brav befolgt wurden.

Nach einem gefälligen Opener im Easy-Listening-Stil des Pop- oder Smooth-Jazz ging das Trio in gelöster Stimmung mit Vehemenz zur Sache. Mit Ausnahme der Zugabe gab es im gesamten Programm nur Eigenkompositionen der drei Musiker zu hören. Gleichwohl war die stilistische Vielfalt enorm. Programmatische Aspekte darstellender Musik, wie eine anfahrende Dampflokomotive (Bright Ride) oder die faszinierende Klangwelt der afrikanischen Savanne – in einer fast 20minütigen „symphonischen Dichtung“ eingefangen (Nice Day) – standen neben vertrackten Rhythmen in ungewohnten Taktarten oder plastischen Melodien mit intensiver Ausdruckskraft. Solistische Exerzitien in stupender Technik und höchster Virtuosität standen neben dichten, strukturell vielschichtigen Abschnitten voller Leidenschaft und emotionaler Eindringlichkeit. Den Spagat stilistischer Brückenschläge zwischen Nordmazedonien und Südostafrika (Zimbaterranean) oder Ausflüge in die Karibik (Povo Nuovo), in den Klezmer oder nach Hinteranatolien bewältigte das bestens eingespielte Trio mühelos und ohne hörbare Nahtstellen. Die Spielfreude aller Musiker war mit Händen zu greifen.

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Torsten Zwingenberger Berlin 21

Am 06.03.2020 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Das Jazz-Trio BERLIN 21 steht für das quirlig multikulturelle Lebensgefühl Moabits. Für BERLIN 21 bedeutet Musik Lust und Sinnlichkeit und gespielt wird, was allen Spaß macht.
Mit ihren Stücken, allesamt Eigenkompositionen, angereichert mit viel Soul- und Bluesfeeling, nehmen sie ihr Publikum mit auf eine musikalische Weltreise von Afrika übers Schwarze Meer nach Nord- und Südamerika. Fünfe werden gerade gelassen, New Orleans-Groove wird mit arabischem Funk gemixt, rasender Bebop trifft auf loungigen Smooth- Jazz und sogar Boogie Woogie bekommt ein neues rhythmisches Gesicht. Das gemeinsame Swingen und Grooven ist dabei oberste Prämisse.

Torsten Zwingenberger (dr), Lionel Haas (p), Martin Lillich (b)

www.berlin21.info

Eintritt 17 Euro | ermäßigt 13 Euro
Biberacher Schüler*innen können das Konzert kostenfrei genießen

14.02.2020: Cathy Rocco featuring Patrick Bianco

Swingender Mainstream lockt viele Fans in den Biberacher Jazzkeller

New Yorker Jazzikone Cathy Rocco hält nur ein Set durch

BIBERACH – Zum Ende ihrer Europatournee lockte die renommierte US-Sängerin Cathy Rocco mit ihrer international besetzten Begleitband um den italienisch-schweizerischen Altsaxophonisten Patrick Bianco, den Pariser Pianisten Vincent Bourgeyx und den beiden Österreichern Bernd Reiter, als Organisator der Tour am Schlagzeug und dem Wiener Philipp Zarfl als neuer Stern am Kontrabasshimmel zahlreiche Gäste zum Freitagskonzert des Jazzclubs.

Nach einem fulminanten ersten Set mit eindrucksvollen Interpretationen berühmter Songs von Nat „Cannonball“ Adderley und aus dem Great American Songbook musste die Band jedoch zeigen, dass sie auch ohne ihre agile Frontfrau bestehen kann.

Für die kreativen Arrangements der Songs zeichnete der mitgereiste Ehemann und Manager der Künstlerin, Joseph Donofrio, verantwortlich. Eigens für die Tournee auf die spezifische Bandbesetzung eingerichtet, hieß das für die Musiker zunächst einmal ganz präzise nach Noten zu spielen, synchrone Breaks und rasende Unisonoketten, überraschende Einschübe und Brüche in der ursprünglichen Formarchitektur, verfremdete Harmonien und vertrackte Rhythmen in schnellem Wechsel zu meistern. Umso befreiter konnten sie dafür in ihren Improvisationen aufspielen. Der Freiraum hierfür war großzügig bemessen und es spricht für die Professionalität der Musiker, dass sie diesen mit prallem, intensivem Leben erfüllten.

Als Primus inter Pares erwies sich dabei der die aktuelle Pariser Jazzszene eindrucksvoll vertretende Vincent Bourgeyx. Der erste Student, der mit dem Preis des Billboard Magazins ausgezeichnet wurde, lebte lange Zeit in den USA und in Japan. Auf allen namhaften Festivals präsent, musizierte er mit vielen Jazzgrößen, unterrichtete am Koyo Konservatorium in Kobe, Japan, komponiert Filmmusik und lebt seit einigen Jahren wieder im alten Europa, wo er die Pariser Jazzszene aufmischt. Bourgeyx, neben dem modernen Swing auch vernehmlich durch den russischen Komponisten Skriabin inspiriert, lieferte trotz einer starken Erkältung fast schon beiläufig atemberaubende Soloeinlagen in geradezu kosmischen Dimensionen. Überaus abwechslungsreiche Einfälle, glasklare, perlende Tongirlanden, mächtige Akkordtürme in stimulierenden Synkopenrhythmen, im Wechsel mit einer hochsensiblen Begleitung und prägnanten Unisonopassagen boten swingenden Mainstream vom Allerfeinsten.

Der gefeaturete Altsaxophonist Patrick Bianco lieferte vor allem im zweiten Set, nachdem die Frontfrau erkältungsbedingt bedauerlicherweise aufgeben musste, seine Meisterstücke ab. Mit zwei Eigenkompositionen, „Samba de Colores“ und „In front and behind the horizont“ zauberte er nicht nur beseelte Melodien sondern blies auch einen frischen Wind zwischen die, ob des Ausfalls der Sängerin betrübten Zuhörer. Cathy Rocco, deren Großvater – wie sie in ihrer Anmoderation verriet – aus Köln am Rhein stammt, hatte noch zum Ende des ersten Sets mit einer gegen den Strich gebürsteten Version des Standards „Autumn leaves“ von Johnny Mercer einen Meilenstein gesetzt. Außer dem Text und einigen wenigen charakteristischen Motivsprengseln sowie, wenigstens innerhalb der verbliebenen Versatzstücke, originalen aber doch gehörig substituierten Harmoniefolgen blieb dabei kein Stein auf dem anderen. Das war wahrlich keine verklärte Vergangenheit sondern gelebte Gegenwart, wieder erstanden aus Ruinen. Der altüberkommene Titel wurde so zum Humus für das Neue, welches auf dem fruchtbaren Boden glänzend gedieh. Umso trauriger, dass nach diesem Highlight die Stimme der Sängerin nicht mehr mitmachen wollte.

In einer launigen Ansprache warf der Organisator der Tour und quirlige Drummer Bernd Reiter nach ihrem Ausfall das Ruder herum und leitete in einen spontanen, vielleicht etwas blueslastigen zweiten Teil über. Mit viel Platz für Solo-Improvisationen, hier kam auch der Wiener Bassist Philipp Zarfl zu seinen Meriten, zeigten die vier Musiker nach einem rund zweieinhalbstündigen Programm, nicht zuletzt auch noch mit einer Zugabe über „Mercy, mercy, mercy“ von Joe Zawinul, dass Spontaneität im Jazz noch immer die Hauptsache ist.

Text und Fotos: Helmut Schönecker

Cathy Rocco featuring Patrick Bianco

Am 14.02.2020 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Cathy Rocco Quintet feat. Patrick Bianco – Vocal Jazz at its best

Mit dem Projekt “The Nancy Wilson / Cannonball Adderley Songbook” interpretiert und präsentiert die amerikanisch-französisch-österreichisch-schweizerische Formation um Cathy Rocco aus New York das klassische Repertoire des Great American Songbook in authentischer, charmanter und authentischer Form. In Ihrer Karriere arbeitete Cathy Rocco neben vielen anderen auch mit Musikern wie James Moody, Pat Martino, Joey DeFrancesco, James Genus oder Eric Alexander zusammen. Cathy Rocco folgt dabei der Tradition von Nancy Wilson, deren Zusammenarbeit mit Cannonball Adderley auf dem legendären Album „Nancy Wilson/Cannonball Adderley“ aus dem Jahre 1961 dokumentiert wurde.

Im Rahmen ihrer Europatournee kooperiert Cathy Rocco mit Patrick Bianco aus Zürich, einem der herausragenden europäischen Altsaxophonisten. Patrick Bianco hat sich mit seinem Projekt „Cannonsoul“ seit vielen Jahren ebenfalls der groovigen, souligen und energiegeladenen Adderley-Musik gewidmet und sich dabei einen Ruf als einer der führenden Interpreten dieser Stilistik erspielt.

Unterstützt werden die beiden vom Trio des österreichischen Schlagzeugers Bernd Reiter, der in Graz und New York studierte und nach mehreren Jahren in München nun in Paris lebt. Auch er arbeitete weltweit bereits mit vielen Jazzgrößen wie Harold Mabern, Kirk Lightsey, Don Menza, Steve Grossman, Eric Alexander, Jim Rotondi, Claudio Roditi zusammen. Aus Paris bringt Reiter den Pianisten Vincent Bourgeyx mit, der zu den meist beschäftigten Begleitern der dortigen Szene zählt. Der junge, österreichische Bassist Philipp Zarfl gehört widerum zu den gefragtesten Musikern der jungen Wiener Szene. Cathy Rocco und Patrick Bianco präsentieren Standards und Originale gleichermaßen mit viel Freude und Swing, sie bieten einfach „Vocal Jazz at its Best“!Cathy Rocco aus New York ist eine Jazz-sängerin, die das klassische Repertoire des Great American Songbook authentisch, charmant und wahrhaftig interpretiert. Im Rahmen ihrer Tournee trifft Cathy Rocco auf Patrick Bianco aus Zürich, einen der herausragenden europäischen Altsaxofonisten. „Vocal Jazz at its Best“!

Cathy Rocco (voc), Patrick Bianco (sax), Vincent Bourgeyx (p), Philipp Zarfl (b), Bernd Reiter (dr)

Eintritt 17 Euro | ermäßigt 13 Euro
Biberacher Schüler*innen können das Konzert kostenfrei genießen