Archiv – Seite 19 – Jazzclub Biberach e.V.

Tango Sí!

Am 08.07.2023 um 20:00 Uhr

Ort: Sennhofsaal Biberach

Beschreibung
Kooperation mit Tanzsportverein Risstino e.V.

Bitte beachten Sie den Wochentag: Samstag und die Anfangszeit: 20:00 Uhr und den Ort: Sennhofsaal!

Abendkasse: 19,00 € ermäßigt 17,00 €
Kartenreservierung per Mail bei risstino@t-online.de

Nach ihren Konzerten anlässlich des 100. Geburtstages von Astor Piazzolla widmet sich Tango Sí! nun der Weiterentwicklung des neuen Tangos nach Piazzolla. Nachdem der Tango in Argentinien in den 90er-Jahren fast keine Rolle spielte, gibt es jetzt eine Gruppe junger Musiker, die sich neuen Kompositionen sowie deren Interpretation verschrieben hat. Das Anliegen von Tango Sí! ist es, diese weitgehend unbekannten Tangos einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Zugleich möchten sie in ihrem neuen Projekt die übliche Konzertform aufbrechen. Der Kontakt zum Publikum wird direkt in die Konzertgestaltung miteinbezogen. Durch ein Aufbrechen der frontalen Situation Bühne – Publikum oder die Einbeziehung der Zuhörer beim Programmablauf möchten sie dem Publikum ein neues gemeinsames Musikerlebnis ermöglichen. Für die professionelle Umsetzung haben sie die Konzertdesignerin Ilka Seifert engagiert.

Besetzung: Karin Eckstein (band), Christiane Holzenbecher (v), Sarah Umiger (p),Israel Vázques (guit), Florian Bony (b)

Gefördert im Impulsprogramm „Kultur nach Corona“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Thomas Scheytt – Benefiz, Boogie & Blues

Am 30.06.2023 um 19:30 Uhr

Ort: Friedenskirche Biberach

Beschreibung
Benefizkonzert, Kooperation mit Bauhütte Simultaneum e.V.

Bitte beachten Sie die Anfangszeit: 19:30 Uhr und den Ort: Friedenskirche! Nur Abendkasse.

Thomas Scheytt gilt als einer der besten zeitgenössischen Boogie- und Blues-Pianisten. Er verbindet in seinem Spiel hohes pianistisches Können mit einer unglaublichen, tiefempfundenen Ausdrucksvielfalt.

Der 1960 geborene Schwabe und Pfarrersohn erhielt früh Klavier- und Orgelunterricht und liebäugelte zeitweise mit einer Ausbildung zum Kirchenmusiker. Sein Wunsch, Philosophie zu studieren, war allerdings stärker, was ihn „geradewegs“ in eine Karriere als Bluesmusiker führte.

Eintritt 20 Euro, ermäßigt 15 Euro – Abendkasse in der Friedenskirche

23.06.2023: Isolde Werner’s Free Folk

„Isolde Werner’s Free Folk“ – Quartett auf kreativer Sinnsuche

BIBERACH – Zum Nachholtermin des im März krankheitsbedingt ausgefallenen Konzertes fand sich eine durchaus überschaubare Besucherzahl im Jazzkeller der Bruno-Frey-Musikschule ein. Diese bestand zu einem überwiegenden Teil aus erklärten Fans der Musikerinnen und Musiker aus Stuttgart und Ulm. Zeitgenössisch unkonventionell und in kreativer Offenheit gingen Isolde Werner (nebst Stimme und Gitarre mit einem bunten Sammelsurium an mehr oder weniger gewohnten Instrumenten) und ihre Stuttgarter Mitstreiterin Karo Höfler am Kontrabass, Günter Weiss an der Gitarre sowie der Wahlulmer Amerikaner Bill Elgart am Schlagzeug die stilistisch vielseitigen Stücke an. Der im Bandnamen implizierte „Free Folk“ erwies sich dabei allerdings als Stecknadel im Heuhaufen und die anvisierte, spielerische Interaktion erwies sich zumindest anfänglich noch als etwas zäh.

Diverse Blech- und Metallteile, Klappern, Rasseln, Kerzenständer, Stäbchen, Röhrchen, Schüsselchen und Schachteln, zusammengeknülltes Papier aber auch die heute obligatorischen elektronischen Helferlein, Synthi, Sampler und Loopmaschinen zur meist assoziativen Klangentfaltung boten für deren Protagonistin eine enorme logistische Herausforderung. Bei den erstaunten Zuhörern sorgten sie hingegen für manche überraschenden und unterhaltsamen Effekte sowie verbreitetes Schmunzeln, gelegentlich auch bei den Mitmusikern.

Mit einer „Unterwassermusik“ begann das kreative Spiel der farbigen Klänge. Aus einem diffusen, frei improvisierten Intro unter Vermeidung jeglicher Strukturen entwickelten sich nach und nach konkrete Akkordstrukturen, Grooves und Melodiefloskeln, die sich schließlich in einer kurzen, gesungenen Melodie wiederfanden. Assoziationen an die musikalische Darstellung der „Genesis“, etwa aus Haydns „Schöpfung“, wo die sanft brodelnde Finsternis über den Flächen der Tiefe lag, bevor Gott, der Herr, endlich in strahlendem Dur für Licht und Ordnung sorgte, waren wohl gewollt. Es folgten eine Reihe „gegen den Strich gebürstete“ Arrangements älteren und neueren Datums aus Jazz, Rock und Pop sowie Eigenkompositionen von Isolde Werner, bevor der unter anderem von Frank Sinatra und Ella Fitzgerald gesungene Song „Like Someone in Love“ in frischer Neuauflage den ersten Teil beschloss.

Mit Beginn des zweiten Sets trat dann aber schließlich der „Free Folk“, zunächst in Gestalt der „Musikanten aus dem Schwabenland“ in Erscheinung, vom Publikum allerdings erst nach etwas Hilfestellung durch die Bandleaderin erkannt. Der stimmungsvollen Vertonung von Emily Dickinsons Gedicht vom „Sunset in a Cup“ durch Isolde Werner folgte ein beziehungsvolles „Deja Vu“ und schließlich eine freie Paraphrase über den uramerikanischen Folksong „Home on the Range“. Zumindest Bill Elgart dürfte dabei heimatliche Gefühle entwickelt haben. Im zweiten Teil immer freier und überzeugender aufspielend beschloss das Quartett mit Günter Weiss‘ zupackend und beherzt groovender Komposition „Synergy“ schließlich den offiziellen Teil. Mehrere Zugaben, darunter Bill Evans „Time remembered“ wurden gerne gegeben und trösten hoffentlich das Publikum über die konzertante Sommerpause im Jazzkeller hinweg.

Text und Fotos: Dr. H. Schönecker

Isolde Werner’s Free Folk – Nachholtermin

Am 23.06.2023 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Nachholtermin für das am 17. März krankheitsbedingt ausgefallene Konzert!

In ihrem im Herbst 2017 gegründeten Projekt vereint die mittlerweile in Ulm lebende Sängerin und Gitarristin aus der Region alles, was ihr thematisch als Musikerin wichtig ist: da ist zum einen die Lust an der freien Improvisation, dem „Creative Playing“, das zusätzliche Räume öffnet für spielerische Interaktion, zum anderen die Liebe und der besondere Bezug zu alten Folksongs und schönen Jazz-Tunes, die sie zeitgenössisch unkonventionell arrangiert und in Teilen auskomponiert hat. Beides wird mit einer starken Band bestehend aus dem amerikanischen Bill Elgart sowie den beiden Stuttgartern Karoline Höfler, Kontrabass und Günter Weiss, E-Gitarre, auf das Spannendste miteinander verwoben. Schon mehrfach im Biberacher Jazzclub mit Konzerten und Workshops vertreten, dürfte es besonders spannend sein, ihre stilistische Entwicklung seit den Anfängen im „Two Star Orchestra“ Ende der 1980er-Jahre zu verfolgen.

16.06.2023: Duo Gehring / Klüglich

Zusatzkonzert „Feels like home“ in der Heimattage-Konzertreihe:
Duo Gehring/Klüglich überrascht und überzeugt rundum
BIBERACH – Kurzfristig als zusätzliches Konzert in die Konzertreihe der Heimattage des Jazzclubs aufgenommen, wartete das Duo mit der Stuttgarterin Juliane Gehring und dem in Biberach aufgewachsenen David Klüglich im Jazzkeller mit Teilen des Programmes seiner im Juli anstehenden Masterprüfung in Klavierimprovisation an der Musikhochschule Freiburg auf. Nach seinem Lehramtsstudium mit Musik und Physik setzt er als einer der ersten Studenten dieses künstlerisch ausgerichteten Aufbau-Studiengangs in stilübergreifender Klavierimprovisation neue Maßstäbe.
Im Spannungsfeld zwischen Heimat und Fremde, Tradition und Moderne boten die für das Programm ausgewählten Titel aus Folklore, aus Jazz, Soul, Klassik oder Weltmusik ein farbiges Kaleidoskop an stilistischer Vielfalt. In dezenter Expressivität sang sich Juliane Gehring mit ihrer professionell ausgebildeten und gleichermaßen sympathisch und natürlich wirkenden Stimme, ohne kapriziös zu wirken in die Herzen des beifallsfreudigen Publikums. Mit einer lyrisch-empfindsamen, an die Ausdruckstiefe romantischer Kunstlieder erinnernden Interpretation überraschten und überzeugten die beiden jungen Künstler ihr durchaus fachkundiges Publikum auf Anhieb.
Facettenreich, kammermusikalisch transparent und höchst einfühlsam wurden folkloristische Elemente, darunter auch die augenzwinkernd in einem größeren Opus versteckte Biberacher Hymne „Rund um mich her“ oder ein schwedisches Volkslied über ein halb volles oder je nach Sichtweise auch halb leeres Glas, auf einer musikalischen Weltreise in einen Personalstil eingewoben, der auch weitere Elemente etwa aus den Genres Jazz und Soul organisch einbinden konnte.
Dazu wirkten die kleinen Accessoires, wie der Einsatz einer gut gestimmten Klangschale, Gehrings mal zarter, fast verhauchter und obertonlastiger, mal aber auch kräftig, herzhaft und fast maskulin wirkender Gesang oder Klüglichs gelegentlicher Wechsel zu seinem Herzensinstrument, dem Violoncello, nicht nur auflockernd, sondern buchstäblich wie das Tüpfelchen auf dem „i“.
Entrückte Verzückung mit einem Touch Esoterik standen neben versunkener Kontemplation oder humorigen Mitmachstücken – die Vorübung mit dem Publikum in Sachen „Handclapping“ dazu klappte auf Anhieb, der Übergang zum lang anhaltendem Schlussapplaus ebenso.
Wer nach typischen Jazzstandards wie ”Autumn in New York”, “One way ticket” oder “You’d be so nice to come home to”, inspirierenden Eigenkompositionen wie “Feuergeister“ oder „Waldwege“ (mit Anklängen an Nat King Coles „Nature Boy“) noch nicht genug Jazz oder jazzaffine Musik gehört hatte, kam mit den beiden Zugaben (Norah Jones – „Don’t know why“ aus dem Album „Come Away With Me“ und „Silence“ von Charlie Haden und Chet Baker) vollends auf seine Kosten. Das junge quirlige Duo mit seiner taufrischen Musik hat sich in Biberach offenkundig viele neue Fans erworben, die gerne auch noch länger zugehört hätten und die beim nächsten Gastspiel sicherlich viele Freunde mitbringen werden.
Text und Fotos: Dr. H. Schönecker

Duo Gehring / Klüglich

Am 16.06.2023 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach

Beschreibung
In einem abwechslungsreichen Konzertabend erkunden die Stuttgarter Sängerin Juliane Gehring (zumindest Schwäbin) und der in Biberach aufgewachsene Pianist David Klüglich (mit original Wieland-Gymnasium-Abschluss) das musikalische Spannungsfeld zwischen Heimat und Fremde, Tradition und Moderne. Ob ihre Melodien nun aus heimischen oder fernen Volksweisen stammen, sich in unter den Jazz-Standards finden lassen oder direkt in den Köpfen der beiden Musiker entstehen: in jedem Fall sind sie abwechslungsreich und stimmungsvoll arrangiert, mit einer ganz speziellen Mischung aus Jazz, Klassik, Weltmusik und viel eigenem Charakter. Raum für Improvisation, Humor und ein frischer Blick auf die Musik versprechen dem Publikum einen spannenden Hörgenuss, bei dem Liebhaber unterschiedlichster Musikrichtungen auf ihre Kosten kommen.

Juliane Gehring (voc)
David Klüglich (p)