Die mit immensem Aufwand verbundene Ausrichtung des baden-württembergischen Landesjazzfestivals im Jubiläumsjahr des 1976 gegründeten Jazzclubs ließ wenig Raum für eine turnusmäßige Durchführung der Mitgliederversammlung. Diese fand jetzt im Nachgang statt und es standen Neuwahlen an. Markus Schuck gab sein Amt als Beisitzer ab und Angela Hucker wollte von ihrem Schriftführerposten entbunden werden. Durch intensive Vorgespräche standen glücklicherweise geeignete Kandidaten für die Ablösung bereit. Ruth Weissenrieder wurde einstimmig als Schriftführerin gewählt und ebenso Frank Schölhorn zum neuen Beisitzer.
In bewährter Weise übernahm Ilse Haller die Wahlleitung und konnte, nach kurzer Diskussion über künftig zeitlich versetzte Wahlperioden, die erfolgreiche Fortführung aller weiteren Vorstandsämter vermelden. Jeweils ohne Gegenstimmen wurden die beiden Vorsitzenden, Peter Kiene und Dr. Helmut Schönecker, sowie die Kassenführerin Nina Maier-Schuck in ihren Ämtern bestätigt. Auch Pressereferent Günter Friedhelm und Beisitzer Michel Hucker führen ihre Aufgaben weiter. Für künftige Wahlen wird eine Verjüngung des Vorstandes angestrebt. An den neuen Vorstand erging der Prüfauftrag über einen geeigneten Modus zur Einführung zeitlich versetzter Wahlperioden.
Die Rechenschaftsberichte der Vorstandsmitglieder über das Jahr 2025 fielen ausnahmslos positiv aus, die Entlastung war reine Formsache. Die Besucherzahlen der regulären Konzerte haben sich auf hohem Niveau eingependelt, die Finanzen sind stabil, die Programmgestaltung gilt als vorbildlich, anspruchsvoll und ausgewogen. Nicht zuletzt durch das gewachsene Vertrauen der Besucher in das niveauvolle Konzertangebot konnte auch das Landesjazzfestival 2026 mit 22 Einzelveranstaltungen an 17 Tagen zu einem großen Erfolg werden. Weitgehend ausgelastete Konzerte, ein hohes Spendenaufkommen durch viele Sponsoren, ein 45köpfiges Helferteam und eine gut strukturierte Organisation in enger Zusammenarbeit mit den städtischen Einrichtungen boten für eine Kleinstadt in der Peripherie durchaus Außergewöhnliches. Als verbesserungswürdig wurde lediglich die Resonanz in den lokalen und sozialen Medien erachtet. Immerhin der seit 1990 ausgerichtete internationale Biberacher Jazzpreis fand in der deutschlandweit erscheinenden Jazzzeitung sowie in der Kulturredaktion der Schwäbischen Zeitung lobende Erwähnung.
Text: Dr. Helmut Schönecker
Foto: Steffen Dietze

