Archiv – Seite 48 – Jazzclub Biberach e.V.

Nicole Johänntgen ‚Henry‘

Am 02.02.2018 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
«Henry» groovt und rumpelt, pustet und schmettert vom New Orleans Jazz inspiriert. Seit 22 Jahren steht die in Zürich lebende Saxofonistin Nicole Johänntgen auf der Bühne und spielt den Jazz mit Herzblut. Erst kürzlich verbrachte sie ein halbes Jahr in New York. Dort komponierte sie Musikstücke, die sie in New Orleans in der Besetzung Tuba, Posaune, Schlagzeug und Saxofon aufgenommen hat.

Sieben neue Kompositionen, die frisch und lebendig wirken. Der fulminante und legendäre «Second Line»-Schlagzeug-Groove von New Orleans trifft auf die pumpende Tuba, die den Bassbereich bedient und den harmonischen Boden legt für feurige Improvisationen zwischen Posaune und Saxofon.

Nicole Johänntgen hat ihre Mitmusiker, die allesamt in New Orleans leben, über gemeinsame Bekannte kennengelernt. Zum Zusammenspiel mit der Tuba inspirierte der amerikanische Saxophonist Arthur Blythe, der in den Neunzigerjahren mit Tuba, Conga und Cello auf sich aufmerksam machte.

Eine weitere Inspirationsquelle findet sich in der Familie. Nicole Johänntgens Vater Heinrich «Henry» Johänntgen spielte zu ihren Schulzeiten in den frühen Morgenstunden die Posaune als Weckruf, dass es Zeit ist aufzustehen.

“It is an exciting album, where the young German creatively exploits the traditional New Orleans sound, while developing it in a charming way.” Jan Granlie, Salt Peanuts webzine

“Nicole has something very special in her playing – a big and generous heart. An exceptional energy!” David Liebman

Besetzung:
Nicole Johänntgen – saxofon
René Mosele – posaune
Jörgen Welander – tuba
Clemens Kuratle – drums

www.nicolejohaenntgen.com

Eintritt 17€ (ermäßigt 13€)
Biberacher Schüler wie immer frei!

19.01.2018: Tango Sí!

Zum Saisonauftakt ein voller Erfolg – „Tango Sí!“ lockt die Massen in den Jazzkeller

BIBERACH – Der Tango gehört definitiv nicht zu den zentralen Genres des Jazz, auch wenn Astor Piazzolla mit seinem Tango Nuevo viele Jazzelemente in den argentinischen Tango integrierte. Viele Jazzfans haben aber offenkundig keinerlei Berührungsängste mit verwandten Stilrichtungen und die erklärten Tangofans haben in Biberach sowieso eine eigene Gemeinde. Nur so erklärt sich, dass bereits lange vor dem Vorverkaufsende die Veranstaltung ausverkauft war und trotz eines nicht unerheblichen Restkontingentes für die Abendkasse noch Gäste abgewiesen werden mussten. Wer es dann aber schließlich doch in den Jazzkeller geschafft hatte, der erlebte mit dem Quartett „Tango Sí!“ ein Fest für Kopf und Herz.

Ähnlich wie der Jazz in Nordamerika entstand auch der lateinamerikanische Tango aus einer Melange europäischer, afrikanischer und lateinamerikanischer Musikstile, wie Christiane Holzenbecher in zur Musik kontrastierender dezenter Beiläufigkeit erläuterte. Zentrales Instrument im Tango ist das Bandoneon, bei „TangoSí!“ in vollendeter Perfektion gespielt von Karin Eckstein, die mit ihren launigen Ansagen und trockenen Kommentaren neben ihrem hochvirtuosen und gleichermaßen beseelten Spiel für zusätzliche Erheiterung sorgte. Tangotypisch wurde die Besetzung komplettiert durch eine hochexpressiv gespielte Violine (Christiane Holzenbecher) und einen ebenso durch ungewöhnliche Spieltechniken aus der modernen Musik und dem Jazz (Schlagen, Reiben, Klopfen, Zupfen, etc.) angereicherten Kontrabass (Florian Bony). Am Kawaiflügel erwies sich Sarah Umiger als technisch und musikalisch brillante Tangospielerin, die den tangotypisch straffen und synkopierten Rhythmen und der ihnen innewohnenden Strenge und Stoizität inspirierte Kantilenen voll perlender Spielfreudigkeit entgegenstellte.

Knapp die Hälfte des Repertoires war dem Begründer des Tango Nuevo, Astor Piazzolla, gewidmet. Neben klassischen und gut tanzbaren argentinischen Tangos, etwa von Julian Plaza, kamen auch unveröffentlichte Werke aus den frühen Jahren Piazzollas zur Aufführung, so dass insgesamt der Eindruck einer Zeitreise in die Moderne entstand. Besonders im zweiten Set mit den moderneren konzertanten Titeln aus dem Tango Nuevo von Piazzolla, Canaro oder Pugliese, mit einer farbigen Mischung aus Milongas und Walzern, einem hochvirtuosen Bandoneonsolostück und natürlich den bekannten Ohrwürmern wie „Oblivion“ oder „Libertango“ wuchs die Begeisterung im Publikum weiter an. Romantik, Sentimentalität und Leidenschaft, dazu ein Schuss Erotik (die drei Damen im Ensemble trugen knallrote Stöckelschuhe zu schwarzer Spitze) sowie eine gehörige Portion Melancholie gehören zu den essentiellen Bestandteilen des Tangos und damit selbstverständlich auch zu den Kernkompetenzen von „Tango Sí!“.

Nicht ohne mehrere Zugaben durfte das mit lang anhaltenden Ovationen gefeierte Ensemble von der Bühne. Unmittelbar danach ergriffen noch einige Paare vom Tanzsportverein Risstino die Gelegenheit, eine flotte Tangosohle aufs flugs freigeräumte Parkett zu legen und ließen damit den Konzertabend stimmungsvoll ausklingen.

Text und Fotos: H. Schönecker

Tango Sí!

Am 19.01.2018 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Mit dem Ensemble Tango Sí! wird der Zuhörer in die spannende Geschichte des argentinischen Tangos unweigerlich mitgerissen. In energiegeladenen Arrangements erklingen traditionelle Tangos, Walzer und Milongas selbstbewusst neben den tiefgründigen Werken des großartigen Komponisten Astor Piazzolla, der den Tango Nuevo zur Weltmusik machte.

Die vier Musikerinnen und Musiker des Ensembles Tango Sí! holten sich ihre Tangoerfahrungen durch Studienaufenthalte in Buenos Aires, wo sie dem Tango auf der Spur waren und von seiner Energie für immer infiziert wurden. Ihre individuellen Erfahrungen und Erlebnisse vereinigen sich nun im Ensemble Tango Sí! und entführen das Publikum in ein Klangereignis voller Kraft, Melancholie und Leidenschaft.

Besetzung:
Karin Eckstein, Bandoneón
Christiane Holzenbecher, Violine
Sarah Umiger, Klavier
Florian Bony, Kontrabass

www.tangosi.de

Eintritt 17€ (ermäßigt 13€)
Biberacher Schüler wie immer frei!

Rootbears

Am 22.12.2017 um 20:00 Uhr

Ort: Schützenkellerhalle Biberach

Beschreibung
Für viele Biberacher ist dieses Event aus der Vorweihnachtszeit nicht mehr wegzudenken: Am Donnerstag, 22. Dezember wird das traditionelle Konzert der Rootbears wieder im bewährten Rahmen über die Bühne der Schützenkellerhalle gehen. Die fünf Musiker laden ein zu ihrem swingenden Allerlei, mit dem sie rechtzeitig vor Heiligabend ihrer treuen Fangemeinde einen unterhaltsamen Abend bereiten. Ein Konzertereignis, bei dem man als Zuhörer auf alles gefasst sein muss, nur nicht darauf, dass die Bären ihren Wurzeln, nämlich dem ehrlichen, handgemachten akustischen Jazz untreu werden. Es verspricht wie immer ein Programm voller launiger Überraschungen zu werden – mit ungewöhnlichen Instrumentaleinlagen, gewagten Arrangements und einer Nähe zwischen Akteuren und Publikum, die man ansonsten nur im eigenen Wohnzimmer erleben kann.

Es spielen Rüdiger Przybilla (Saxophon), Hanspeter Schmid (Posaune), Magnus Schneider (Piano, Akkordeon), Martin Schmid (Bass) und (neu in der Besetzung) Thomas Kleinhans (Schlagzeug).

Rootbears heißt übersetzt Wurzelbären – nicht zu verwechseln mit „root beer“, der amerikanischen Limonade aus Kräuter- bzw. Wurzelextrakten.

Veranstalter ist der Jazzclub Biberach, der auch die Bewirtung übernimmt.

Eintritt 12 Euro (ermäßigt 9 Euro)
Kartenvorverkauf ab 01.12.2017 bei der Stadtbuchhandlung Biberach; keine Kartenreservierung beim Jazzclub