Archiv – Seite 48 – Jazzclub Biberach e.V.

The Mband

Am 27.04.2018 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Der Komponist, Bassist, Gitarrist und Sänger Gabriel Mbanda unternimmt mit uns eine moderne musikalische Reise zu seinen afrikanischen Wurzeln, begleitet von dem Jazz-Pianisten Joe Fessele, dem peruanischen Percussionisten Cesar Gamero und dem Schlagzeuger Samuel Erb. Der Abend bewegt sich zwischen den Welten von Soul, Funk, Blues und Jazz.

Bei dem Komponisten und Sänger Gabriel Mbanda handelt es sich um einen exquisiten Musiker und einen afrikanischen Ausnahme-Bassisten.

Die Musik des kamerunischen Weltmusikpreis-Gewinners (2011) bewegt sich in den Welten von Soul, Funk, Blues und Jazz, wobei die afrikanischen Wurzeln Mbandas und seiner Musik stets unüberhörbar bleiben und seinen Songs ein ganz besonderes Flair verleihen.

Mit seiner Band zieht ein frischer afrikanischer Wind durch die europäischen Jazz-Clubs, der gekonnt die Leidenschaft, den Rhythmus und das Temperament Afrikas innerhalb bekannter Genres etabliert und seine Zuhörer einlädt, sich mit auf eine ganz besondere Reise zu begeben.

Besetzung:
Gabriel Mbanda: Vocals, Bass & Accoustic Guitar
Joe Fessele: Keys
Cesar Gamero: Drums & Percussions
Samuel Erb: Drums

Eintritt 17€ (ermäßigt 13€)
Biberacher Schüler wie immer frei!

21.04.2018: Biberacher Jazzpreis 2018 (Konzert: Olivia Trummer)

Mitreißender Nu Jazz und zarte Balladen

Von Bernd Guido Weber (veröffentlicht in der Schwäbischen Zeitung am 23. April 2018)

BIBERACH – Das fängt ja gut an! Ein Wikinger namens Axel Zajac an der E-Gitarre mit langem, roten Bart. Jo Beyer pusht die Drums. Salim Javaid jagt mit dem Sax die Töne in energetische Sphären. Das Trio Malstrom aus Köln beginnt mit Klanggefitzel und Erkundungen, gibt Gas, mit rasend schnellen Interaktionen. Überrascht aber auch mit ruhigen, melodischen Phasen. Nu Jazz in Bestform. Manchem in der gut gefüllten Stadthalle Biberach ist das zu viel Power, die meisten sind hellauf begeistert. Hört man wirklich nicht alle Tage.

32 ganz unterschiedliche Jazzformationen hatten sich für den 13. Biberacher Jazzpreis beworben, 27 werden angenommen, fünf zum Wettbewerb eingeladen. Amateure, Studis, Jungprofis, nicht älter als 26 Jahre. Die Jury ist mit dem Jazzer Dieter Ilg, mit den Professoren Jürgen Seefelder und Frank Sikora, dem Journalisten Oliver Hochkeppel und Helmut Schönecker vom hiesigen Jazzclub kompetent besetzt. Es winken Preise in Höhe von 5000 Euro, dazu der mit 500 Euro dotierte Publikumspreis sowie der von Frank Sikora gestiftete Kompositionspreis über 500 Euro.

Melodische Eigenkompositionen

Die Posaunistin Janika Löttgen mit ihrem Quartett setzt dieser Malstrom-Energie ganz andere Klänge entgegen. Melodische Eigenkompositionen, ein starker Kontrast. Eindrücke aus Johannesburg, die herbe, stille Landschaft Islands. Satte, weite Klangbilder. Für die Folkwang-Studenten reicht es damit nur für den fünften Platz. Die Dresdner Pianistin Johanna Summer bringt mit ihrem Trio melodischen, modernen Jazz. Virtuos, mit kleinen freien Ausflügen, alles selbst komponiert. Ein feines Trio, vielleicht etwas zu wenig überraschend. Die Jury wählt sie auf den dritten Platz, dazu überreicht ihr Frank Sikora den Kompositionspreis.

Dann das „Jakob Manz Project“: Die vier munteren Schwaben aus Dettingen an der Erms begründen im Trailer ihre Teilnahme mit „Wir spielen gerne zusammen, und wir brauchen das Geld“. Paul Albrecht ist am Schlagzeug, Frieder Klein am E-Bass, Hannes Stollsteimer am Bösendorfer. Spiritus Rector ist Jakob Manz mit seinem Saxophon. Ein ganz heißer Saxer! Dazu pulsiert der Bass, der Drummer wirkt handfest, der Mann an den Tasten beherzt, dabei filigran. Es gibt reichlich Zwischenbeifall, auch für das Stück „Maikels Mops motzt“. Mucksmäuschenstill wird’s im Saal, als Manz eine bezaubernde Ballade anstimmt. Die Band zurückgenommen, der Saxophonist zeigt reifes Können. Lange Soli, zarthauchend verklingend. Klasse.

Berliner Eleganz

Die letzte Band, Heavy Therapy aus Berlin klingt so gar nicht heavy. Eher Berliner Eleganz als harte Klänge. Arno Grußendorf bestimmt mit seiner E-Gitarre den Sound, leider mit zu viel Effektgeräten am Boden. Dazu der Saxer, der sich durch seine langen Rastas auszeichnet, ein solider Basser und ein punktgenauer Drummer. Milde, schöngeistige Klänge, mit großen Bögen. Die Jury setzt die Berliner auf Platz vier.

Olivia Trummer hat schon 2008 am Biberacher Wettbewerb teilgenommen, einen Preis gewonnen. Seitdem hat sie eine beachtliche Karriere hingelegt. Die Pianistin und klassisch ausgebildete Sängerin überbrückt mit einem Kurzprogramm die Zeit bis zum großen Finale. Schöne alte Songs, etwa von Gershwin. Scatgesang, der staunen macht. Die seelenvolle Eigenkomposition „Embracing“, fabulierende Poesie. „Wo die Liebe hinfällt, da soll sie gedeihen“. Riesenbeifall für die Künstlerin mit Ausstrahlung.

Am Ende geht der Publikumspreis, keine Überraschung, an das „Jakob Manz Project“. Und die Bands für die ersten beiden Plätze liegen so dicht beisammen, dass die Jury zwei erste Plätze vergibt – an Malstrom und Jakob Manz. Zu Recht, denn das Niveau war hoch bei diesem 13. Biberacher Jazzpreis.

Link zum Archiv der Schwäbischen Zeitung:
https://www.schwaebische.de/home_artikel,-mitreißender-nu-jazz-und-zarte-balladen-_arid,10857056.html

Biberacher Jazzpreis 2018

Am 21.04.2018 um 18:00 Uhr

Ort: Stadthalle
(Theaterstraße 4-8, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Wettbewerb für junge Jazzmusikerinnen und -musiker

Die 5 Finalisten stehen fest:
– Heavy Therapy, Berlin
– Johanna Summer Trio, Dresden
– Malstrom, Köln
– The Jakob Manz Project, Stuttgart
– Janika Löttgen Quartett, Essen

Ablauf:
– 18.00 Uhr Beginn
– ca. 21.30 Uhr Kurzkonzert Olivia Trummer
– ca. 22.05 Uhr Preisverleihung

Seit über einem viertel Jahrhundert (1990) vergeben der Jazzclub Biberach e.V. und das Kulturamt der Stadt Biberach den Jazzpreis, der sich in der Jazz-Nachwuchsszene großer Beliebtheit erfreut. Eine renommierte Jury um Dieter Ilg und das Publikum bewerten die jungen Musiker. Diese spielen um über 5.000 Euro Preisgeld.
Die Preisverleihung findet im Rahmen eines sich anschließenden Kurzkonzertes mit der Pianistin Olivia Trummer statt.

Alle Infos zur Veranstaltung:
http://kulturkalender-biberach.de/jazzpreis/start/

Tickets gibt es für 10 € (ermäßigt 7,50 €) unter www.kartenservice-biberach.de oder an der Abendkasse

13.04.2018: Andi Kissenbeck Trio

Andi Kissenbeck Trio mischt den Jazzkeller auf

Traditioneller Hammond-Sound lockt viele Fans zu den Jazzbibern

BIBERACH – Im langsamen Chorus oder im schnellen Tremolo oder irgendwo auf dem Weg dazwischen, die Töne der legendären Hammondorgel über ein originales Leslie-Tonkabinett mit rotierenden Lautsprechern abgespielt, sind lebendig und ausdrucksstark, in ihrer Charakteristik unter allen elektronischen Tonerzeugern einzigartig und seit den 1950er Jahren stilprägend. Andi Kissenbeck hat sich als Organist und Bandleader diesem großen Erbe kompromisslos verschrieben. Jazz-, Funk-, R & B-, Rock- oder Latin-Stücke von verträumt bis feurig pulsierten im Sound der viel gepriesenen Hammond B3 und gehen auch heute noch buchstäblich unter die Haut. Kongenial unterstützt wurde der Münchner Orgelprofessor im Biberacher Jazzkeller durch den jungen Senkrechtstarter Paul Brändle an der Jazzgitarre und den Topdrummer Guido May, der seine Meriten unter anderem als Jazz- und Funkschlagzeuger von Diana Krall, Maceo Parker oder Pee Wee Ellis verdient hat.

Mit dem Swingstandard „I remember you“ eröffnete das Trio einen unterhaltsamen und fulminanten Jazzabend in einer federnden Leichtigkeit, wie sie wohl nur bei jenen Künstlern zu finden ist, die ihre eigene Musiksprache gefunden haben, die sich wort- und blicklos verstehen, weil sie auf einer Wellenlänge schwingen. In den Anmoderationen von Andreas Kissenbeck klang zwar gelegentlich eine didaktische Note an, wenn der von seinem Metier begeisterte Jazzprofessor über die Wurzeln seiner Musik oder die physikalisch-technischen Grundlagen des Hammond-Sounds dozierte.  Während seiner Improvisationen war davon jedoch rein gar nichts mehr zu spüren und der Vollblutmusiker versank Hals über Kopf in seinen atemberaubenden Interpretationen. Immerhin erfuhr auch der Nicht-Keyboarder auf diese Weise, dass ein schwäbischer Tüftler aus der Nähe von Ulm das geschafft hat, was seit Jahrzehnten weltweit niemand auf die Reihe bekam. Durch „Physical Modelling“ entwickelte er mit der „Uhl X3 Smooth“ ein leicht transportables Instrument mit den Eigenschaften der alten, zentnerschweren Tone-Wheel-Orgel.

Anklänge an die New Orleans Ära gab es danach mit der gar nicht so traurigen Beerdigungsmusik „Just a closer walk with thee“ und dem charakteristischen „Second Line Groove“. Rock- und Bluestitel vom Gitarristen Paul Brändle komponiert und in den traditionellen Fender-Sound verpackt, wechselten mit wundervoll „funky“ groovenden Coverversionen. Selbst vor „Moon River“, dem oscarprämierten Filmsong von Audrey Hepburn in „Frühstück bei Tiffany“ scheute das Trio nicht zurück. Auf welch subtile Weise die ehrwürdige Melodie von Henry Mancini von dem begnadeten Trio dabei in die hippe Gegenwart „geshuffelt“ wurde, darf als beispiellos gelten. Noch einmal mehr Fahrt nahmen die drei inspirierten Musiker dann im zweiten Set auf. Flotte 5/4 Takte („Beatrice“ von Sam Rivers), freche Funky-Nummern, tiefsinnige Balladen aber auch der besonders vom wie entfesselt aufspielenden Drummer Guido May geprägte Duke-Ellington-Titel „Caravan“ ließen die Wogen der Begeisterung immer höher schlagen und so durften die gefeierten Heroen des Abends schließlich auch nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Text und Fotos: H. Schönecker

Andi Kissenbeck Organ Trio

Am 13.04.2018 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Wer seinen Jazz gern feurig und mit reichlich Orgel mag, der ist beim Andi Kissenbeck Organ Trio genau richtig. Dieses „verschwenderisch gut ausgestattete Ensemble“, wie es das Magazin Jazzthetik einmal nannte, swingt und funkt sich ohne Umwege zurück in die Zukunft. Hammond-B3-Organist und Bandleader „Brother“ Andi Kissenbeck und seine versierten Mitstreiter haben sich auf abgehangene Hardbop-Melodien zu aufregenden Funk-, R&B- und Latin-Rhythmen spezialisiert. So hip wie gekonnt, spielen diese Meister mit den Traditionen des
Spanish Harlem der Sechziger – auf bisher drei umjubelten Alben und in unzähligen Live-Auftritten.

Besetzung:
Andreas Kissenbeck (organ): Er spielte mit Jiggs Whigham, Till Brönner, etc. und bekam den Jazzpreis der Süddeutschen Zeitung sowie den Next Generation Award der Zeitschrift Jazz Thing. Er unterrichtet als Professor an der Musikhochschule.
Album: Monsoon Dance (Enja Records).

Paul Brändle (guitar): Der Münchner Jazzgitarrist ist regelmäßig auf internationalen Bühnen zu sehen, so unter anderem mit dem „Rick
Hollander Quartet featuring Brian Levy“ und mit dem „Christian Elsässer Jazz Orchestra“. 2017 trat er eine Dozentur am Music and Dance College in Ulan Bator (Mongolei) an.

Guido May (drums): Gehört zu den renommiertesten deutschen Schlagzeugern sowohl im Bereich Jazz als auch Funk. Er spielte
Tourneen weltweit mit Jazzgrößen wie Diana Krall, Bob Berg, Karl Ratzer, Bireli Lagrene sowie den Funkmusikern Maceo Parker, Pee Wee Ellis, Fred Wesley und vielen anderen.

http://www.kissenbeck.org/1.html

Eintritt 17€ (ermäßigt 13€)
Biberacher Schüler wie immer frei!

Cocker Inspiration (Biberacher Musiknacht)

Am 16.03.2018 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Im Rahmen der 24. Biberacher Musiknacht präsentiert im Jazzkeller die COCKER INSPIRATION ihre HOMMAGE AN MR. JOE COCKER.

Am 22. Dezember 2014 stirbt Joe Cocker leider viel zu früh mit 70 Jahren an Krebs. Schon zu Lebzeiten eine Legende, hinterlässt er ein großartiges musikalisches Erbe. Dieses Erbe treten Cocker Inspiration an.

Mario „Juice“ Maucher ist ein Phänomen. Er singt nicht nur wie Joe Cocker, er sieht auch so aus. Die ungelenken Bewegungen und sein souliger Gesang kommen dem des englischen Stars sehr nahe. Mit allen Hits von Joe Cocker, von „Unchain my heart“ bis „With a little help from my friends“, weiß die achtköpfige Band ihr Publikum zu begeistern. Lassen Sie sich von einer professionellen Band entführen und genießen Sie die absolut authentische Show.

The Band sind: Petra Hinz (Gesang), Andrea Traub (Gesang), Jürgen Heudorfer (Saxofphon), Bernd Haas (Bass), Bülent Köksal (Drums), Ronald Stampa (Keyboard, Gitarre) und Thomas Budsa (Gitarre).

www.cockerinspiration.de

Veranstalter: Biberacher Musiknacht e.V.
Weitere Informationen zum Programm in 17 Musiknacht-Locations und zu den Vorverkaufsstellen siehe www.muna-bc.de