Archiv – Seite 33 – Jazzclub Biberach e.V.

Abgesagt! – Beppe Gambetta

Die Veranstaltung musste gemäß Corona-Verordnung vom 01.11.2020 abgesagt werden.

Am 28.11.2020 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Trotz Corona möchte der Verein Städte Partner Biberach e. V. (StäPa) zusammen mit dem Kulturamt der Stadt Biberach etwas städtepartnerschaftliches Flair verbreiten, und hat im Rahmen ihrer „Internationalen Wochen“ zwei Doppelkonzerte mit Musikern aus der italienischen Partnerstadt Asti bzw. mit Bezug nach Asti geplant:

Für Freitag und Samstag, 13. und 14. November, wurde das Jazztrio „Giulia e Amici“,
für Freitag und Samstag, 27. und 28. November, der Saitenzauberer Beppe Gambetta eingeladen.
Mehr Informationen zu den Künstlern gibt‘s weiter unten.

Die Konzerte finden in Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Biberach e. V. im Jazzkeller (Untergeschoss der Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 23) statt, Beginn ist jeweils um 20:30 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 €, ermäßigt 15 € (Schüler, Studenten, Mitglieder von StäPa und Jazzclub).
Coronabedingt sind die Plätze im Jazzkeller limitiert, und die Eintrittskarten müssen vorab beim Homeoffice des StäPa reserviert werden, bevorzugt per E-Mail an info@StaePaBC.de, oder per Telefon unter der Nummer 01590 1977 084 (der Anrufbeantworter ist aktiviert). Noch verfügbare Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Beppe Gambetta

Beppe Gambetta ist ein italienischer Gitarrist, Sänger, Komponist, Arrangeur und nunmehr auch Songwriter. Beppe Gambetta hat seinen Weg gefunden, bei dem er italienische und amerikanische Traditionen mit einer Stimme zusammenwirken lässt. Geboren in der Hafenstadt Genua und aufgewachsen mit der nordamerikanischem Gitarrenspieltechnik Flatpicking, entwickelte er einen einzigartigen, fesselnden Gitarrenstil und eine individuelle Spieltechnik. Da er bei seinen Tourneen rund um den Globus auch immer begeistert über seine Heimat erzählt und singt, wurde er im letzten Jahr von Genuas Bürgermeister Marco Bucci mit dem Titel „Genuas Botschafter in der Welt“ ausgezeichnet.

Im Corona-Frühjahr veröffentlichte er sein 14. Soloalbum, auf dem er sich nicht nur – wie erwartet – als Meister der Gitarre, sondern erstmals auch als gefühlvoller, weiser Songwriter präsentiert. Beppe singt auf dem Album in drei Sprachen (Englisch, Italienisch und Genueser Dialekt). In vier, vorwiegend autobiografischen Liedern, erzählt er über seine Familie und seine Heimatstadt Genua, sein Leben als Musiker on the road, von seinen ihn inspirierenden musikalischen Vorbildern, und über die Liebe seines Lebens.

In diesen vier Liedern und den anderen Melodien, allesamt von Beppe Gambetta geschrieben, spürt man sein italienisches Melodiegefühl und die große Bandbreite an rhythmischer Vielfalt und Strukturen, die Beppe Gambettas erstes vollständig eigenes Album abrunden. „Der Genueser Dialekt hat einen sehr poetischen und mediterranen Klang und ist häufig ausdrucksstärker als Italienisch. Im Titelsong „Dove Tia O Vento“ funktioniert dies bestens, um die Melancholie der Stadt, die Auswanderungswellen, das harte Leben der Seeleute, die Zeit des Faschismus, Überschwemmungen, einstürzende Brücken und so weiter, zu beschreiben. Ereignisse, die ganz im Gegensatz zur außerordentlichen Schönheit Genuas stehen, die den Besucher in ihren Bann zieht und zum Wiederkommen auffordert“, empfindet es Beppe Gambetta.

Die CD überzeugte auch die Kritiker, das Album wurde für den bedeutenden „Targhe Tenco“ nominiert, hier werden Liedermacher ausgezeichnet, die eine herausragende Bedeutung für das Autorenlied haben.

Abgesagt! – Beppe Gambetta

Die Veranstaltung musste gemäß Corona-Verordnung vom 01.11.2020 abgesagt werden.

Am 27.11.2020 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Trotz Corona möchte der Verein Städte Partner Biberach e. V. (StäPa) zusammen mit dem Kulturamt der Stadt Biberach etwas städtepartnerschaftliches Flair verbreiten, und hat im Rahmen ihrer „Internationalen Wochen“ zwei Doppelkonzerte mit Musikern aus der italienischen Partnerstadt Asti bzw. mit Bezug nach Asti geplant:

Für Freitag und Samstag, 13. und 14. November, wurde das Jazztrio „Giulia e Amici“,
für Freitag und Samstag, 27. und 28. November, der Saitenzauberer Beppe Gambetta eingeladen.
Mehr Informationen zu den Künstlern gibt‘s weiter unten.

Die Konzerte finden in Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Biberach e. V. im Jazzkeller (Untergeschoss der Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 23) statt, Beginn ist jeweils um 20:30 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 €, ermäßigt 15 € (Schüler, Studenten, Mitglieder von StäPa und Jazzclub).
Coronabedingt sind die Plätze im Jazzkeller limitiert, und die Eintrittskarten müssen vorab beim Homeoffice des StäPa reserviert werden, bevorzugt per E-Mail an info@StaePaBC.de, oder per Telefon unter der Nummer 01590 1977 084 (der Anrufbeantworter ist aktiviert). Noch verfügbare Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Beppe Gambetta

Beppe Gambetta ist ein italienischer Gitarrist, Sänger, Komponist, Arrangeur und nunmehr auch Songwriter. Beppe Gambetta hat seinen Weg gefunden, bei dem er italienische und amerikanische Traditionen mit einer Stimme zusammenwirken lässt. Geboren in der Hafenstadt Genua und aufgewachsen mit der nordamerikanischem Gitarrenspieltechnik Flatpicking, entwickelte er einen einzigartigen, fesselnden Gitarrenstil und eine individuelle Spieltechnik. Da er bei seinen Tourneen rund um den Globus auch immer begeistert über seine Heimat erzählt und singt, wurde er im letzten Jahr von Genuas Bürgermeister Marco Bucci mit dem Titel „Genuas Botschafter in der Welt“ ausgezeichnet.

Im Corona-Frühjahr veröffentlichte er sein 14. Soloalbum, auf dem er sich nicht nur – wie erwartet – als Meister der Gitarre, sondern erstmals auch als gefühlvoller, weiser Songwriter präsentiert. Beppe singt auf dem Album in drei Sprachen (Englisch, Italienisch und Genueser Dialekt). In vier, vorwiegend autobiografischen Liedern, erzählt er über seine Familie und seine Heimatstadt Genua, sein Leben als Musiker on the road, von seinen ihn inspirierenden musikalischen Vorbildern, und über die Liebe seines Lebens.

In diesen vier Liedern und den anderen Melodien, allesamt von Beppe Gambetta geschrieben, spürt man sein italienisches Melodiegefühl und die große Bandbreite an rhythmischer Vielfalt und Strukturen, die Beppe Gambettas erstes vollständig eigenes Album abrunden. „Der Genueser Dialekt hat einen sehr poetischen und mediterranen Klang und ist häufig ausdrucksstärker als Italienisch. Im Titelsong „Dove Tia O Vento“ funktioniert dies bestens, um die Melancholie der Stadt, die Auswanderungswellen, das harte Leben der Seeleute, die Zeit des Faschismus, Überschwemmungen, einstürzende Brücken und so weiter, zu beschreiben. Ereignisse, die ganz im Gegensatz zur außerordentlichen Schönheit Genuas stehen, die den Besucher in ihren Bann zieht und zum Wiederkommen auffordert“, empfindet es Beppe Gambetta.

Die CD überzeugte auch die Kritiker, das Album wurde für den bedeutenden „Targhe Tenco“ nominiert, hier werden Liedermacher ausgezeichnet, die eine herausragende Bedeutung für das Autorenlied haben.

Abgesagt! – Giulia e Amici

26.10.2020: Absage der Veranstaltung durch Städte Partner Biberach e.V.:
Aufgrund der rasant steigenden Zahlen an positiven Corona-Tests bei uns und auch im Piemont, als auch der dadurch bedingten organisatorischen Auflagen werden die beiden für 13. und 14. November im Jazzkeller geplanten Auftritte auf unbestimmte Zeit verschoben.

Am 14.11.2020 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Trotz Corona möchte der Verein Städte Partner Biberach e. V. (StäPa) zusammen mit dem Kulturamt der Stadt Biberach etwas städtepartnerschaftliches Flair verbreiten, und hat im Rahmen ihrer „Internationalen Wochen“ zwei Doppelkonzerte mit Musikern aus der italienischen Partnerstadt Asti bzw. mit Bezug nach Asti geplant:

Für Freitag und Samstag, 13. und 14. November, wurde das Jazztrio „Giulia e Amici“,
für Freitag und Samstag, 27. und 28. November, der Saitenzauberer Beppe Gambetta eingeladen.
Mehr Informationen zu den Künstlern gibt‘s weiter unten.

Die Konzerte finden in Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Biberach e. V. im Jazzkeller (Untergeschoss der Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 23) statt, Beginn ist jeweils um 20:30 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 €, ermäßigt 15 € (Schüler, Studenten, Mitglieder von StäPa und Jazzclub).
Coronabedingt sind die Plätze im Jazzkeller limitiert, und die Eintrittskarten müssen vorab beim Homeoffice des StäPa reserviert werden, bevorzugt per E-Mail an info@StaePaBC.de, oder per Telefon unter der Nummer 01590 1977 084 (der Anrufbeantworter ist aktiviert). Noch verfügbare Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Giulia e Amici

Das Trio wird gebildet von der Sängerin Giulia Rossi, dem Bassisten Pino Castagnaro und Roberto Bazzano am Piano, das Repertoire besteht vorwiegend aus eigenen Arrangements von Jazz-Standards und italienischen Klassikern.

Giulia Rossi singt bereits seit ihrem 12. Lebensjahr, bevorzugt Jazz und Blues. Aber sie trat auch mit Hardrock-, experimental rock- und Soulbands auf, mit der Folkrock-Formation Pesci Piumati Neri e Rossi gastierte sie bereits bei den Biberacher Rondellkonzerten. Aktuell tritt sie vorwiegend zusammen mit Pino Castagnaro, mit dem sie gemeinsam die CD „Standards“ veröffentlicht hat, oder dem Gitarristen Beppe Rosso oder als Leadsängerin der ISO Big Band auf.

Pino Castagnaro begann seine musikalische Karriere auf dem E-Bass, spielte zuerst Pop und Italo-Rock. Nach seinem Collageabschluss wechselte er auf den Kontrabass und tritt seither in zahlreichen Formationen mit namhaften Musikern vorwiegend in Asti und Norditalien auf. Auch er trat bereits in Biberach auf: mit dem Swallow Jazz Trio bei den Italienischen Wochen 2012.

Das Trio vervollständigt Roberto Bazzano, der im zarten Alten von sechs Jahren mit dem Pianospiel begann. Nach dem Konservatorium spielte auch er in Pop- und Tanzbands, richtete sich mit 20 Jahren sein eigenes Tonstudio ein und arbeitete hauptsächlich als Produzent und Tontechniker mit vielen Musikern und Labels zusammen. Heute spielte er, neben seinen Aktivitäten rund um sein Studio, wieder vermehrt selbst, bevorzugt Jazz und Soulmusic.

Abgesagt! – Giulia e Amici

26.10.2020: Absage der Veranstaltung durch Städte Partner Biberach e.V.:
Aufgrund der rasant steigenden Zahlen an positiven Corona-Tests bei uns und auch im Piemont, als auch der dadurch bedingten organisatorischen Auflagen werden die beiden für 13. und 14. November im Jazzkeller geplanten Auftritte auf unbestimmte Zeit verschoben.

Am 13.11.2020 um 20:30 Uhr

Ort: Jazzclub Biberach
(c/o Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 27, 88400 Biberach an der Riß)

Beschreibung
Trotz Corona möchte der Verein Städte Partner Biberach e. V. (StäPa) zusammen mit dem Kulturamt der Stadt Biberach etwas städtepartnerschaftliches Flair verbreiten, und hat im Rahmen ihrer „Internationalen Wochen“ zwei Doppelkonzerte mit Musikern aus der italienischen Partnerstadt Asti bzw. mit Bezug nach Asti geplant:

Für Freitag und Samstag, 13. und 14. November, wurde das Jazztrio „Giulia e Amici“,
für Freitag und Samstag, 27. und 28. November, der Saitenzauberer Beppe Gambetta eingeladen.
Mehr Informationen zu den Künstlern gibt‘s weiter unten.

Die Konzerte finden in Zusammenarbeit mit dem Jazzclub Biberach e. V. im Jazzkeller (Untergeschoss der Bruno-Frey-Musikschule, Wielandstraße 23) statt, Beginn ist jeweils um 20:30 Uhr. Der Eintritt beträgt 17 €, ermäßigt 15 € (Schüler, Studenten, Mitglieder von StäPa und Jazzclub).
Coronabedingt sind die Plätze im Jazzkeller limitiert, und die Eintrittskarten müssen vorab beim Homeoffice des StäPa reserviert werden, bevorzugt per E-Mail an info@StaePaBC.de, oder per Telefon unter der Nummer 01590 1977 084 (der Anrufbeantworter ist aktiviert). Noch verfügbare Restkarten sind an der Abendkasse erhältlich.

Giulia e Amici

Das Trio wird gebildet von der Sängerin Giulia Rossi, dem Bassisten Pino Castagnaro und Roberto Bazzano am Piano, das Repertoire besteht vorwiegend aus eigenen Arrangements von Jazz-Standards und italienischen Klassikern.

Giulia Rossi singt bereits seit ihrem 12. Lebensjahr, bevorzugt Jazz und Blues. Aber sie trat auch mit Hardrock-, experimental rock- und Soulbands auf, mit der Folkrock-Formation Pesci Piumati Neri e Rossi gastierte sie bereits bei den Biberacher Rondellkonzerten. Aktuell tritt sie vorwiegend zusammen mit Pino Castagnaro, mit dem sie gemeinsam die CD „Standards“ veröffentlicht hat, oder dem Gitarristen Beppe Rosso oder als Leadsängerin der ISO Big Band auf.

Pino Castagnaro begann seine musikalische Karriere auf dem E-Bass, spielte zuerst Pop und Italo-Rock. Nach seinem Collageabschluss wechselte er auf den Kontrabass und tritt seither in zahlreichen Formationen mit namhaften Musikern vorwiegend in Asti und Norditalien auf. Auch er trat bereits in Biberach auf: mit dem Swallow Jazz Trio bei den Italienischen Wochen 2012.

Das Trio vervollständigt Roberto Bazzano, der im zarten Alten von sechs Jahren mit dem Pianospiel begann. Nach dem Konservatorium spielte auch er in Pop- und Tanzbands, richtete sich mit 20 Jahren sein eigenes Tonstudio ein und arbeitete hauptsächlich als Produzent und Tontechniker mit vielen Musikern und Labels zusammen. Heute spielte er, neben seinen Aktivitäten rund um sein Studio, wieder vermehrt selbst, bevorzugt Jazz und Soulmusic.

26.09.2020: Doppelkonzert Le Bang Bang + Siyou’n’Hell

Vom Treffen in der Hölle und dem doppelten Urknall

Jazzplosionen im gemischten Doppel mit Stimme und Bass

BIBERACH – In der ausverkauften Gigelberghalle zelebrierte der Jazzclub Biberach den zweiten Teil seines Saisonauftaktes im Rahmen des vom Land geförderten „Kultursommers 2020“ unter strengen Hygieneauflagen. Gleichwohl brandeten Wellen der Begeisterung durch die lichten Reihen. Die Freude und Überraschung auch auf Seiten der Musiker war hör- und spürbar, die anfängliche Skepsis schnell verflogen. Bravorufe, anfeuernde Pfiffe, rauschender Applaus, zahlreiche Zugaben und Worte der Hoffnung auch von Seiten des Veranstalters waren mehr als nur der Silberstreif am Horizont. Die allgemeine Erkenntnis: Wir machen weiter, egal wie. Ohne Kultur wären wir schließlich Barbaren.

Mit launigen Worten von Moderator Jojo Riedel eingeleitet, startete das gemischte Doppelkonzert mit dem schwäbischen Stimme-Bass-Duo „Siyou’n’Hell“. Die in Kamerun geborene Sängerin Siyou und die Ulmer Basslegende Hellmut Hattler leben in einer engen zwischenmenschlichen Beziehung, zu spüren, zu sehen und zu hören auch auf der Bühne (Closer Me). Dieses innige Verhältnis war wohl auch das Amalgam einer ungewöhnlichen Fusion zwischen Gospel, afrikanischen Wurzeln, Pop, Soul, Rock und Jazz. Eingeleitet mit einer stimmungs- und eindrucksvollen Version von „Sometimes I feel like a motherless child“ folgten überwiegend Eigenkompositionen. Obwohl Hattler nach eigenem Bekunden selten einmal Coverversionen spielt, musste er nach einer mitreißenden und sehr weitgehenden Bearbeitung des Beatles-Songs „Come Together“ gestehen, dass er in dieser Konstellation die Begeisterung des Publikums und seiner temperamentvollen Duo-Partnerin uneingeschränkt teilt. Trotz der räumlichen Abstände heizten die beiden Energiebündel die Stimmung gehörig an. Der satte, druckvolle Bass, knackige Funky-Slaps und Grooves, ergänzt um Shaker oder Kalimba durch die Gospelqueen Siyou, die mit ihrer kraftvollen Stimme das Rock-Jazz-Fusion-Idiom vom E-Bass genretypisch verkörperte, fanden zu einer originellen Einheit mit intensiver positiver Ausstrahlung, die Lust auf mehr machte.

Nach einer ausgiebigen Lüftungspause war das Publikum wieder aufnahmefähig für das, obwohl in gleicher Besetzung aus Stimme und Bass angetretene, völlig kontrastierende Bandkonzept des Münchner Duos „Le Bang Bang“. Trotz zunächst überzogener Lautstärke und gelegentlichen Übersteuerungen wirkte deren Musik filigraner, differenzierter und von größerem Ausdrucks- und Dynamikumfang als die erste Formation. Das „Bang“ des Urknalls stand hier vor allem für die Pulverisierung der gewählten Vorlagen. Aus dem verbleibenden Feinstaub entstand, ganz im Sinne des ursprünglichen Jazz, das Neue, das Ureigene und Besondere. Beinahe noch überzeugender und interessanter erschienen jedoch die Eigenkompositionen von Sven Faller und Stefanie Boltz. Herausragend in ihrer Eindringlichkeit etwa die Komposition „Istanbul“ des Kontrabassisten, entstanden anlässlich eines Konzertes in der quirligen türkischen Millionenstadt. Berührungsängste mit großen Rocktiteln von ACDC oder Radiohead, der schillernden Cindy Lauper oder dem Garagen-Grunge von Nirvana gab es keine. Der dritte Musiker der Formation allerdings lag Sven Faller zu Füßen: Eine umfangreiche Sammlung von, in der Gitarristen-Branche „Tretminen“ genannten Fußschaltern und Effektgeräten, Samplern und Sequenzern als elektronische Helferlein. Natürlich durften auch die Münchner nicht ohne Zugabe von der Bühne. Ein kurzes Interview des Moderators Jojo Riedel mit den Veranstaltern ermöglichte einen Blick auf die aufwändigen Vorbereitungen für Veranstaltungen in Coronazeiten aber auch einen vorsichtigen Ausblick auf künftige Planungen des rührigen Clubs.

Text und Fotos: H. Schönecker

Doppelkonzert: Le Bang Bang + Siyou’n’Hell

Am 26.09.2020 um 19:30 Uhr

Ort: Gigelberghalle
(Biberach an der Riß)

Beschreibung
Neues Konzertformat – Duos im Doppelpack auf Abstand

Kartenreservierungen sind ab 4. September 2020 über Reservix möglich: online hier sowie an den lokalen Vorverkaufsstellen.

Eintritt 17 Euro (Jazzclub-Mitglieder und Schüler/Studenten 13 Euro)

Einlass nur mit Vorverkaufsticket und Hinterlegung der Kontaktdaten aller Besucher im Bestellvorgang bzw. beim Einlass!

Durchführung selbstverständlich mit den erforderlichen Hygieneregeln:
– Nur Personen aus 1 Haushalt pro Stuhlgruppe
– Mund-Nasen-Schutz vom Einlass bis zum zugewiesenen Sitzplatz
– Mund-Nasen-Schutz vom Sitzplatz zur Theke, zur Toilette sowie zum Ausgang
– Bitte immer den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Besuchern einhalten
– Ein spezielles Hygienekonzept wurde vom Jazzclub Biberach erstellt

Mit kleinen aber feinen Besetzungen im großen Raum bei stimmungsvollem Ambiente und zeitgemäß ausreichendem Abstand erprobt der Jazzclub Biberach in der Gigelberghalle erneut ein neues Konzertformat. Zwei ungewöhnliche Duos, jeweils mit Stimme und Bass aber mit ganz unterschiedlicher musikalischer Konzeption geben an einem Abend gemeinsam ein Doppelkonzert, das neben hochkarätiger Livemusik auch einen Anstoß zu bewusster Auseinandersetzung mit musikalischen Inhalten und Aussagen geben möchte.

Frech & unkonventionell. Virtuos und ideenreich. Das sind Stefanie Boltz und Sven Faller – LE BANG BANG

Als echter Knaller erweist sich das Duo LE BANG BANG, das mit dem namensgebenden Urknall-Effekt vor nunmehr 10 Jahren in eine steile Karriere startete. Das „Bang!“ steht für den besonderen Moment, wenn alles zu passen scheint, der Kopf ausgeschaltet wird und das dicht-intime Miteinander aus Melodie und Groove die Zeit anhält, „Bang!“ steht für den vielzitierten „erfüllten Augenblick“. Stefanie Boltz und Sven Faller befreien eine Vielfalt von mehr oder weniger bekannten Kompositionen von unnötigem Ballast und kleiden sie in überraschende neue Kleider. Seit zehn Jahre zaubern die beiden Virtuosen nur mit Stimme und Kontrabass einen Klangkosmos, der keine Minute kalt lässt. Wie selbstverständlich schaffen sie in ihrer minimalistischen Besetzung eine knisternde Spannung, bei der man sogar in großen Konzertsälen das Fallen einer Stecknadel hören könnte. Das Publikum erlebt zwei gleichberechtigte starke Typen, bei denen die Summe von 1 plus 1 deutlich mehr als 2 ergibt.

Gospel-Queen Siyou trifft Basslegende Hellmut Hattler – SIYOU’n’HELL

Eine einzigartige Mischung aus so unterschiedlichen musikalischen Traditionen wie Gospel, African Roots, Pop, Soul, Rock und Jazz verschmilzt zu einer im Wortsinn unerhörten, harmonischen Einheit, wenn die in Kamerun geborene Sängerin Siyou und das musikalische Urgestein und Ulmer Basslegende Hellmut Hattler (Fehlfarben, Kraan, Tab Two) – reduziert auf Stimme und Bass – im Duo neue musikalische Pfade beschreiten. Hattlers Markenzeichen, das „Dualitätsprinzip“ findet in seinem jüngsten Projekt ein neues Ventil, eine neue Spielwiese, scheinbar Unvereinbares zusammen zu bringen. Hattlers zwar virtuoses dabei aber dennoch auf das unbedingt notwendige Mindestmaß reduzierte Bassspiel trifft auf die große Stimme von Siyou, die mit ihrer magischen Bühnenpräsenz das Publikum regelmäßig in ihren Bann zieht und bezieht aus diesem Zusammentreffen ein Höchstmaß an Spannung und Energie. Gemeinsam haben die beiden Ausnahmekünstler bereits ihr drittes Album herausgebracht. Musikalisches Kennzeichen des Duos, welches auch privat zusammengefunden hat, ist dabei besonders die Eigenwilligkeit und Originalität auf der gemeinsamen Suche nach dem existenziellen Kern allen Seins, nach dem tieferen Sinn des Lebens.

Diese Veranstaltung findet statt mit finanzieller Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden Württemberg im Rahmen des Programms „Kultur Sommer 2020“.

Foto Siyou’n’Hell: Atze Gerring